Burgruine Alt-Treffen


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Standort:  N 46°41.175  E 13°50.535
9521 Treffen, Winklern

Parkplatz: N 46°41.250  E 13°50.525
nach dem Gehöft Schlossbauerstraße Nr. 6 vor dem Fahrverbot parken

Gehzeit: 2 Minuten
der Straße bis zur Ruine folgen

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Die Geschichte der Burg reicht bis in das 9. Jahrhundert zurück. 878 schenkte König Karlmann dem bayrischen Kloster Ötting den Hof Treffen. Aus diesem Hof dürfte sich im Laufe der Zeit die spätere Burg entwickelt haben. Im 10. Jahrhundert gelangte Treffen an das Bistum Salzburg.

993 war es im Besitz der Passauer Bischöfe. Diese tauschten es 1007 mit Kaiser Heinrich II ab. 1096 befand sich die Gegend um Treffen im Besitz des Grafen Wolfrad I. Sein gleichnamiger Sohn nannte sich 1125 „comes de Trevin“. Mit dessen Sohn Ulrich starben die Grafen von Treffen aus. Ulrich schenkte 1163 die Herrschaft Treffen seiner Kirche, was den Kärntner Herzog Hermann II von Spanheim 1177 bewog, die Burg Treffen belagern und besetzen zu lassen.

Kaiser Friedrich I Barbarossa bestätigte dem Patriarchen aber die Rechtmäßigkeit der Schenkung und der Kärntner Herzog musste sie wieder zurückgeben. 1199 erhob der Salzburger Erzbischof Ansprüche auf die Burg, doch wurde dem Patriarchen Wolfgang diesmal von Kaiser Friedrich II neuerlich sein Besitz bestätigt. 1277 wurde Graf Friedrich von Ortenburg mit Treffen belehnt. 1306 verpfändete Patriarch Ottobonus die damals als "turris de Treven" bezeichnete Burg für 30 Jahre an die Kärntner Herzöge Otto und Heinrich. Diese gaben sie zwei Jahre später ebenfalls als Pfand an Konrad von Aufenstein weiter. 1324 gaben die Aufensteiner die Herrschaft als Afterlehen an Engelmar von Vilanders weiter.

1361 gaben die Aufensteiner Treffen an Aquileja zurück und ersuchten den Patriarchen Ludwig, mit der Herrschaft Treffen Herzog Rudolf IV von Habsburg zu belehnen. Herzog Albrecht III belehnte 1371 Rudolf von Liechtenstein mit der Herrschaft. Während des Krieges zwischen Kaiser Friedrich III und König Matthias Corvinus von Ungarn wurde die Burg zerstört. Niklas von Liechtenstein wurde wegen seiner Unterstützung der Ungarn geächtet und Treffen 1490 an Lasla Prager verliehen. Dieser beseitigte die Schäden und verbesserte die Wehreinrichtungen der Burg. Kaiser Ferdinand II gab sie 1538 an Georg von Liechtenstein zurück. Die Liechtensteiner errichteten im Tal das neue Schloss, so dass die Burg nicht mehr bewohnt wurde und in Verfall geriet. Georgs Enkel Otto VI verkaufte die Herrschaft 1552 an Barbara von Seenuß.

1623 erbte Christian Proy den Besitz. Nach dem Tod seines Sohnes Georg Philipp kaufte 1647 Anton Freiherr Grotta von Grottenegg die Herrschaft. 1690 wurde die Burg durch ein schweres Erdbeben vollends zur Ruine. Mitte des 18. Jahrhunderts kaufte Grafen Theodor Christalnigg die Herrschaft. Auf ihn folgten 1781 seine Tochter, Gräfin Marianne Goess und 1808 Josef Sebastian Pobeheim. 1818 kaufte Graf Peter Goess die Herrschaft für seine Familie zurück. Sie verblieb dort bis 1885, als sie an Theodor Graf de la Tour en Voivre veräußert wurde. 1916 erbte Rudolf von Gall den Besitz, der 1961 an seine Tochter Ilse von Sallmann überging. Auf sie folgte Karoline Kramer, die auch heute noch Grundeigentümerin von Alt-Treffen ist.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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