Klosterburgruine Arnoldstein


arnoldstein_u_01.jpg

Standort:  N 46°32.900  E 13°42.535
9601 Arnoldstein, Klosterweg 3

Parkplatz: N 46°32.935  E 13°42.580
kleiner Parkplatz auf der Höhe Marktstraße Nr. 8

Gehzeit: 2 Minuten
den Klosterweg zur Ruine folgen (Fahrverbot)

Besichtigung: von Mai bis September jeweils Mi. bis So. von 10 bis 18 Uhr

Links: www.burgruine.at


arnoldstein_u_00.jpg

Die Burg Arnoldstein wurde erstmals in den Jahren 1085 und 1090 urkundlich erwähnt. Ihren Namen erhielt sie nach ihrem Bauherren Arnold, welcher wahrscheinlich ein bambergischer Ministeriale war.

1014 hatte Heinrich II dem erst im Jahr 1007 gegründeten Bistum Bamberg Besitzungen im Raum des heutigen Arnoldstein übereignet. Unter dem Bamberger Bischof Adalbero (1053 - 1057) waren die Eppensteiner Lehensleute des Besitzes. Sie gaben ihn dessen Nachfolger nicht zurück, und befestigten den Übergang ins Kanaltal durch den Bau einer Burg im heutigen Arnoldstein. Erst Bischof Otto von Bamberg gelang es nach der Jahrhundertwende, die Güter wieder in den Besitz des Bistums zurückzubringen.

Um den Besitz fortan vor weltlichem Zugriff zu schützen, gründete Bischof Otto von Bamberg 1106 auf Arnoldstein ein Benediktinerkloster. Er ließ die Burg schleifen und zu Konventsgebäuden umbauen. 1126 wird Ingram der erste beurkundete Abt im Kloster Arnoldstein. Durch den Türkeneinfall 1476 wurden das Kloster und der Mark Arnoldstein ein Raub der Flammen. 1642 wurden das Dorf und das Kloster abermals durch einen Brand vernichtet.

1782 beschloss Kaiser Joseph II die Aufhebung aller österreichischen Klöster, die keinen Beitrag zur Krankenpflege oder Jugenderziehung leisteten. Am 24. November 1783 wurde somit per Hofdekret das Kloster Arnoldstein aufgehoben. Das Stiftsvermögen und die Realitäten gingen in die staatliche Verwaltung über. Die Räume des Klosters nutzten nun die Staatsgüterverwaltung, einige Mietparteien und bis 1854 die Volksschule durch Lehrerwohnungen. Mit den Verwaltungsreformen von 1848 diente das ehemalige Kloster der k. k. Forstverwaltung, dem Bezirksgericht mit Steuer- und Grundbuchsamt, dem Notariat und der Kanzlei der Gemeinde Arnoldstein als Unterkunft.

Ein Brand zerstörte 1883 die Dächer und Holzdecken des Gebäudes. Da man nicht bereit war, Mittel für die Wiederherstellung aufzubringen, ist das Kloster seit damals eine Ruine. Im Zuge des Erwerbs des Klostergeländes durch die Gemeinde im Jahr 1980 wurde der Revitalisierungsverein der Klosterruine Arnoldstein gegründet.

Weitere Informationen:


arnoldstein_01.jpg arnoldstein_02.jpg arnoldstein_03.jpg arnoldstein_04.jpg arnoldstein_05.jpg arnoldstein_06.jpg arnoldstein_07.jpg arnoldstein_08.jpg