Schloss Ehrenfels


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Standort:  N 46°57.890  E 14°47.380
9462 Bad St. Leonhard im Lavanttal, Höllgasse 125

Parkplatz: N 46°57.835  E 14°47.400
Im Ort parken

Gehzeit: 1 Minute


Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.bad-st-leonhard-i-lav.at


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Das Schloss Ehrenfels trägt seinen Namen nach dem steirischen Geschlecht der Ehrenfelser, welches sich bis ins 13. Jahrhundert nachweisen lässt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts traten sie als Ministeriale in die Dienste des Bistums Bamberg. Die Ehrenfelser wurden die Burggrafen von Reichenfels und St. Leonhard.

1373 erwarb Wulfing von Ehrenfels ein Haus in St. Leonhard, das seine Söhne ausbauen und mit Türmen versehen ließen. Dieser Ansitz wurde in die Stadtbefestigung einbezogen und hatte die Nord- und Westfront der Stadt zu sichern. Nach 1420 erbten die Herren von Kraig die Burg. Auf sie folgte 1530 Wolf Dietrich Graf Hardegg. 1591 kaufte der mit Elisabeth von Hardegg verheiratete Georg Graf Nogaroll das Schloss seinen Miterben ab.

Es erfolgte eine weitgehende Erneuerung des Schlosses im Stil der Spätrenaissance. Der unregelmäßige mittelalterliche Grundriss wurde aber beibehalten. Graf Nogaroll ließ die besonders gefährdete Nordfront mit dem Obdacher Stadttor basteiartig ausbauen. 1615 gelangte Ehrenfels durch Erbschaft an den Grafen Ascanius von Valmarana und von diesem an die Familie Herberstein. 1635 veräußerte Johann Maximilian von Herberstein die Herrschaft an den Bamberger Bischof Franz Freiherr von Hatsfeld. 1759 erwarb Kaiserin Maria Theresia sämtliche bambergischen Besitzungen in Kärnten. Die Herrschaften Reichenfels und St. Leonhard wurden fusioniert, wobei Schloss Ehrenfels als neuer Verwaltungssitz fungierte. Nach mehrmaligen Bränden (1762 und 1808) erfuhr das Schloss immer wieder bauliche Veränderungen.

1826 erwarben die Brüder von Rosthorn den Besitz. 1846 ging Ehrenfels an den Grafen Hugo Henckel-Donnersmarck über. 1929 erwarb Herzogin Olga von Leuchtenberg die Domäne. 1933 kaufte der schweizerische Forstbetrieb Hespa die inzwischen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Herrschaft. Das Schloss wurde 1945 durch Fliegerbomben schwer beschädigt, wobei vor allem der Nordtrakt teilweise zerstört wurde. 1950 erwarb Franz Eberhard das bis dahin nur notdürftig wiederhergestellte Schloss. Er ließ es in den nächsten drei Jahren stark vereinfacht restaurieren. Das Gebäude befindet sich auch heute in Privatbesitz und wird bewohnt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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