Burgruine Federaun


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Standort:  N 46°34.295  E 13°48.790
9500 Villach, Oberfederaun

Parkplatz: N 46°34.470  E 13°48.665
Parkplatz im Ort (Federauner Straße Nr. 28) suchen

Gehzeit: 20 Minuten
markierter, beschrifteter Weg zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Obwohl die Existenz einer Befestigung hier am Gailübergang bis weit in die vorchristliche Zeit zurückgeht, ist die Burg erst 1160 urkundlich nachweisbar. Sie wurde mit der Erlaubnis von Kaiser Friedrich I unter der Bedingung, dass diese Burg niemals verlehnt werden dürfte, durch Bischof Eberhard II von Bamberg erbaut.

Da sich die Bamberger nicht an die Vereinbarung hielten und die Burg an die Herrn von Ras-Rosegg verlehnten, kam es zum Streit zwischen Herzog Bernhard von Spanheim und dem Bistum Bamberg. Heinrich I von Finkenstein-Ras bemächtigte sich dabei Mitte des 13. Jahrhunderts der Burg, wobei sie zerstört wurde. Trotz dieser schlechten Erfahrung zwangen Geldnöte die Bamberger die Burg immer wieder zu verpfänden.

So erhielt sie 1335 der Wolfsberger Otto der Wure. 1339 pfändete Graf Ulrich von Pfannberg die Burg. 1353 erlaubte Bischof Leopold, Berthold von Dietrichstein und einen gewissen Ebringer auf die zwei Türme unter der Feste je 13 Mark zu verbauen. So saß auf einem Turm Dietrichstein und am anderen Ebringer. 1383 werden die beiden Türme, die zu der ehemals zur Burg gehörenden Straßensperre gehörten, nochmals erwähnt. 1431 sind die Khevenhüller im Lehensbesitz von Federaun. 1437 wurde Pangratz Ungnad mit dem Turm unter Federaun belehnt. 1442 wurde Gandolf von Khünburg mit der halben Burghut von Federaun betraut. 1488 hatte der Sohn Gandolfs Federaun inne. Der Turm bei der Brücke, inzwischen "Thurnegg" genannt, war im Lehensbesitz von Ulrich Khevenhüller. 1529 hatte Siegmund von Dietrichstein die Feste inne, überließ sie aber Siegmund von Mallenthein als Afterlehen.

1635 ist Siegmund Weiß von Weisenau Gewaltträger des Freiherrn Johann Peter Coronin auf Federaun. Er wurde 1648 von Tobias Straßer von Neidegg abgelöst. Federaun und der zweite Turm dürften Mitte des 17. Jahrhundertaufgegeben worden sein, da in den weiteren Urkunden nur noch von "Thurnegg" die Rede ist. Lehensnehmerin von Thurnegg war Konstanzia Maria von Eibiswald. 1679 befand sich der Turm im Lehenbesitz der Gräfin Theresia Galler. 1759 gingen die bambergischen Güter an Österreich über. 1807 wurde die Herrschaft Federaun an Anton Holl von Stahlenberg verkauft. Von ihm ging sie an den Grafen Arco-Zinneberg, auf den 1887 der Kärntner Religionsfond folgte. Heute ist Federaun im Besitz der Familie Pichler.

Weitere Informationen: Burgenseite


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