Burgruine Glanegg


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Standort:  N 46°43.600  E 14°10.915
9555 Glanegg, Mautbrücken

Parkplatz: N 46°43.490  E 14°11.060
gekennzeichneter Parkplatz an der Straße

Gehzeit: 20 Minuten
durch den Ort dann beschriftete Straße zur Ruine

Besichtigung: jeden Freitag vom 1. Juni bis 30. Sept. jeweils von 14 bis 18 Uhr

Links: burgruine.glanegg.info


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Die Burg dürfte noch im 11. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie befand sich bereits 1121 im Besitz des Herzogs Heinrich III von Eppenstein. Zuvor war Glanegg ein salzburgisches Lehen. Sie wurde von landesfürstlichen Ministerialen verwaltet, die sich "von Glanekke“ nannten.

Nach deren Aussterben 1185 saß hier Reinprecht von Mureck. Sein Enkel Reimbert von Ras begründete eine neue Familie "von Glanegg“. Als auch diese Familie 1374 im Mannesstamm erlosch, erbte Herzog Leopold III von Österreich die Herrschaft. Glanegg wurde bis 1424 an Franz von Carrara verpfändet und danach von landesfürstlichen Pflegern betreut. Den herumstreifenden Türken gelang es nicht sowohl 1473 als auch 1478 die Feste einzunehmen.

Ulrich von Ernau erhielt 1534 die Pfandschaft von König Ferdinand übertragen. Er ließ zwei Ringmauern anlegen sowie den Turm beim äußeren Tor und ein Wirtschaftsgebäude samt Getreidespeicher und Marstall errichten. Nachdem 1573 eine Kommission die Wehrhaftigkeit der Anlage überprüft hatte, mussten der bereits baufällige Westtrakt sowie ein Teil der Ringmauer erneuert werden. Auf die Ernaus folgte Johann Friedrich Freiherr von Seenuß, der die Burg 1621 an den Grafen Wilhelm von Kronegg verkaufte. Georg Andreas Graf Kronegg war 1638 gezwungen, die Herrschaft an Johann Weber von Ehrenthal zu verkaufen. Zu den folgenden Besitzern zählten Georg Ludwig Graf von Windischgrätz (1688 und der Gewerke Graf Stampfer.

Während der Franzosenkriege wurde 1813 die Burg nochmals in Verteidigungsbereitschaft gesetzt, doch kam es zu keinen kriegerischen Handlungen. Wie eine Zeichnung von 1850 beweist, war die Burg damals noch vollständig erhalten. Ihr Verfall setzte nach 1860 ein, als sie dem Weinhändler und Bürgermeister von Bregenz, Anton Kinz, gehörte. Dieser ließ aus steuerlichen Gründen die Dächer abtragen und alle Holzbestandteile entfernen. Angeblich war ein Teil der Anlage noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts bewohnt. 1994 setzten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durch einen örtlichen Burgverein ein. Heute befindet sich die Ruine im Besitz der Familien Zwilling.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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