Schloss Greifenburg


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Standort:  N 46°45.095  E 13°10.785
9761 Greifenburg

Parkplatz: N 46°45.110  E 13°10.855
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.greifenburg.gv.at


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Die Burg wird 1166 erstmals urkundlich erwähnt. Die hier sitzenden Greifenberger waren Ministeriale der Kärntner Herzöge.

Um 1230 erwarb der Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim die Herrschaft. 1252 belagerten Albert III von Tirol und sein Schwiegersohn Meinhard II von Görz die Burg. 1331 verpfändete Herzog Heinrich VI die Burg seinem Pfleger Swieker von Liebenberg. Dieser durfte den Pfandschilling zum Ausbau der Burg verwenden. Im Vertrag von 1335 zwischen Graf Albrecht III von Görz und den Herzogen Albrecht II und Otto den Fröhlichen erhielten letztere die Burg, gaben sie aber als Lehen an die Görzer Grafen weiter. 1393 löste Herzog Albrecht III von Österreich das Lehensband wieder auf.

Die Greifenburg blieb nun bis 1537 habsburgisch, wurde in dieser Zeit aber mehrfach verpfändet. So an Reinprecht von Wallsee und Michael Freiherr von Wolkenstein. Im Kampf um die Erbschaft der Grafen von Cilli überfiel 1459 Graf Johann von Görz die Burg und zerstörte sie. Jan Witovec, der Feldhauptmann Kaiser Friedrichs III nahm ihm aber bald wieder alle seine Eroberungen ab. 1480 fiel die Greifenburg durch Verrat des kaiserlichen Pflegers Gilg an die mit dem Salzburger Erzbischof verbündeten Ungarn. Fünf Jahre später wurde die wieder habsburgisch gewordene Feste umfassend um- und ausgebaut. Kaiser Ferdinand I verpfändete sie 1537 an Gabriel Graf Ortenburg.

1626 erwarb Christoph Brem die Burg, verkaufte sie aber umgehend an Georg Andreas Graf Rosenberg. Greifenburg blieb nun über 300 Jahre bei seiner Familie und wurde von Pflegern verwaltet. Im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts wurde das damals schon längere Zeit leer stehende Gebäude weitgehend erneuert. Damals wurde die bebaute Fläche durch eine Überbauung der beiden Burghöfe nahezu verdoppelt. Zu Veränderungen im historistischen Stil kam es im 19. Jahrhundert. Es wurde damals als Gerichtsgebäude benutzt.

1943 verkaufte Heinrich Fürst Orsini-Rosenberg die Anlage an Klemens Steinpichler, auf den mehrere ebenfalls bürgerliche Besitzer folgten. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Schloss Greifenburg Apparthotel AG. Diese ließ anlässlich einer Generalrenovierung das Torgebäude mit dem ehemaligen Gefangenenhaus abtragen. Anstelle der 1974 abgebrochenen hakenförmigen Vorburg wurde zehn Jahre später ein moderner Bauteil angefügt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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