Burg Herzogsburg


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Standort:  N 46°46.145  E 14°21.540
9300 St. Veit an der Glan, Burggasse 9

Parkplatz: N 46°46.045  E 14°21.300
Parkplatz in der Grabenstraße 32

Gehzeit: 5 Minuten
der Grabenstraße (Stadtmauer) entlang bis zur Burg

Besichtigung: der Hof ist frei zugänglich

Links:


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St. Veit dürfte sich ursprünglich im Besitz des Bistums Bamberg befunden haben. Der Name St. Veit wird in einer allerdings gefälschten Urkunde von 1131 erstmals erwähnt. Bald danach gelangte der Ort mit der kleinen Burg an die Grafen von Sponheim.

Herzog Bernhard (12021256) ließ die Burg zu St. Veit großzügig ausbauen. Als 1286 Meinhard II Graf von Görz Herzog von Kärnten geworden war, regierte er das Land von Tirol aus, was viele Kärntner Adelige, aber auch die Bürger von St. Veit, der damaligen Landeshauptstadt, gegen ihn aufbrachte. Ulrich Graf von Heunburg setzte sich 1292 an die Spitze der Unzufriedenen und nahm Ludwig, den Sohn des Herzogs gefangen.

Ulrich schickte seinen zweiten Sohn Otto nach Kärnten, der den Aufstand niederschlug. Bei den Kämpfen um St. Veit wurde auch die Herzogsburg schwer beschädigt. Von 1335 bis 1918 stellte das Haus Habsburg die Herzöge von Kärnten, wodurch Stadt und Burg den Status einer Residenz verloren. Der verheerende Stadtbrand von 1374 zerstörte auch große Teile der Burg, ebenso eine weitere Feuersbrunst im Jahr 1497. Zwei Jahre später ließ Kaiser Maximilian I die desolate Anlage als Getreidespeicher verwenden. Zwischen 1523 und 1529 erfolgte unter Erzherzog Ferdinand I der Ausbau zum landesfürstlichen Zeughaus. Im Laufe der Zeit begab sich der Adel nach Klagenfurt und baute dort eine neue Burg, so wurde die Herzogburg überflüssig und Kaiser Ferdinand II schenkte sie dem Bischof von Gurk.

Danach wechselten häufig die Eigentümer der Burg. So war sie im Besitz der Grafen Goess, diese verkauften sie an Jacob Knaus, dieser an Ferdinand Zedischnig und dieser an die Gewerbe- u. Handelsbank. 1932 kaufte Hubert Panger sen. die Burg. Hubert Panger jun. renovierte die Anlage, die seither im Besitz der Familie ist. Von 1948 bis 2004 zog in den Osttrakt das St. Veiter Stadtmuseum ein. Seit dem Sommer 2005 ist eine Galerie für zeitgenössische Bildhauerei im ersten Stock der Herzogburg.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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