Burgruine Himmelberg


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Standort:  N 46°45.610  E 14°01.165
9562 Himmelberg, Klatzenberg

Parkplatz: N 46°45.270  E 14°01.075
an der Kreuzung parken

Gehzeit: 15 Minuten
der Straße bis zum Hof (Katzenberg 3) folgen, dann dem Forstweg bis zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.himmelberg.at


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Die Burg wurde im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet. Das Gebiet gehörte damals dem Grafen Marchwarts von Eppenstein. Dessen Tochter vermählte sich mit dem Grafen Engelbert I von Spanheim und erhielt Himmelberg als Mitgift. So kam der Ort samt seiner 1211 erstmals genannten Burg an die Spanheimer.

Bei der Erbteilung zwischen Herzog Ulrich III und seinem Bruder Philipp, dem Bischof von Salzburg, fiel Himmelberg 1256 an Philipp. Sie wurde an Gefolgsleute vergeben, die sich nach Himmelberg nannten. Ein solcher war der Minnesänger Zachäus von Himmelberg. Seit 1329 war Himmelberg Sitz eines Landesgerichtes. 1382 war Marchward der Pybriacher Landesrichter. 1388 wurde er vom Grafen Hugo von Montfort mit der Herrschaft belehnt.

Um 1396 wurde die alte Hochburg verlassen. Unweit davon entstand ein neuer Sitz den Marchwart Bieberstein nannte. 1457 belehnte Kaiser Friedrich III Jörg Pybriacher mit der Feste Himmelberg, genannt Bieberstein. Sitz der Herrschaft war nun Schloss Bieberstein, während Himmelberg immer mehr verfiel. 1476 kamen die Türken in das Tal und richteten großen Schaden an. Beim Ungarneinfall von 1481 hatten die Untertanen neuerlich schwer zu leiden. 1507 waren die Keutschacher Pfandherren von Himmelberg. 1553 belehnte Erzherzog Ferdinand den Balthasar von Pibriach mit Himmelberg. Durch einen Gütertausch gelangte Biberstein 1571 als freies Eigen an den Landeshauptmann von Kärnten, Georg Freiherr von Khevenhüller zu Aichelberg. Er war zuvor bereits Pfandherr gewesen.

1629 verkaufte Hans Khevenhüller die Herrschaft Himmelberg mit der Feste Bieberstein an Freiherrn Veit von Khünigl. Da dieser den Kaufpreis nicht zahlen konnte und Khevenhüller auf Grund seines protestantischen Glaubens Kärnten verlassen musste, wurde die Herrschaft 1640 seine Besitzungen zu Gunsten des Fiskus konfisziert. wodurch die Herrschaft Himmelberg / Biberstein neuerlich landesfürstlich wurde. 1662 verkaufte Kaiser Leopold I die Herrschaft mit der Burg an die Gräfin Katharina Lodron, deren Nachfolger und Erben noch heute den Besitz innehaben.

Laut Kohla handelt es sich bei Himmelberg um eine Doppelburg, wobei die hier beschriebene Anlage der obere Teil ist. Die untere Burg liegt ca. 50m hangabwärts. Von dieser sind nur noch geringe Reste vorhanden.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite


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