Burgruine Karlsberg


karlsberg_u_01.jpg

Standort:  N 46°43.640  E 14°18.695
9556 St. Veit an der Glan, Karlsberg

Parkplatz: N 46°43.400  E 14°18.380
an der Kreuzung vor Karlsberg Nr. 2 parken

Gehzeit: 15 Minuten
Straße rechts, bei der Kurve wieder rechts den Forstweg folgen (GPS)

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


karlsberg_u_00.jpg

Die Geschichte der Burg Karlsberg ist sehr bewegt. Sie nimmt ihren Ausgang von dem Hochfreien Leopold de Projern, der erstmalig 1106 als "Liutpolt de Prewarin" aufscheint. Dessen Sohn Karl (nachweisbar von 1137 bis 1164) gilt als Erbauer der Burg. Sein Sohn nannte sich 1169 bereits Wichard von Karlsberg.

Da ein Bruder von Marschall Heinrich II von Karlsberg an der Verschwörung gegen den Herzogssohn Ludwig beteiligt war, verlor dieser das Vertrauen Herzog Meinhards und legte seine Marschallswürde nieder. Sein Nachfolger Konrad Aufenstein gelangte 1294 auch in den Besitz der Burg. Die Empörung der Aufensteiner wegen dem Entzug des Marschallamtes im Jahre 1368 hatte auch den Verlust der Burg zur Folge.

Im Laufe der dadurch entstandenen Kämpfe wurde die Burg Karlsberg zerstört. Bald wird sie jedoch wieder Pfandweise verliehen. So hatte 1466 Jakob von Ernau, Karlsberg pflegeweise inne, auf ihn folgte 1470 Berthold Mager. 1499 reversierte Jörg Waldenburger die Burg, welche im Kaiser Maximilian verpfändet hatte. Als weitere Pfleger scheinen Blasy Hölzl (1506) und Andrä Rauber (1511) auf. 1550 verpfändete Erzherzog Ferdinand das Schloss an Siegmund Khevenhüller, der es 1586 von Erzherzog Karl kaufte. Auf ihn folgte 1629 Franz von Hatzfeld. 1663 war Rudolf Freiherr von Wangler im Besitz der Burg. Dieser dürfte vermutlich auch das Schloss erbaut haben. 1687 ging Karlsberg im Kaufweg an Kardinal Freiherr von Goess über. Schloss und Ruine sind heute noch im Besitz der Familie.

Die Anlage bestand aus der Hauptburg und einem aus dem 12. Jahrhundert stammenden ca. 200m nördlich vorgelagertem quadratischen Vorwerksturm. Bereits im Jahr 1688 wurde der mindestens vierstöckige Bergfried gesprengt, Valvasor schrieb zu dieser Zeit über das Bauwerk: „an jetzo aber ist es bis auf den Grund ruiniert“.

Weitere Informationen:


karlsberg_01.jpg karlsberg_02.jpg karlsberg_03.jpg karlsberg_04.jpg karlsberg_05.jpg karlsberg_06.jpg karlsberg_07.jpg karlsberg_08.jpg karlsberg_09.jpg karlsberg_10.jpg karlsberg_11.jpg karlsberg_12.jpg karlsberg_13.jpg karlsberg_14.jpg karlsberg_15.jpg karlsberg_16.jpg karlsberg_17.jpg karlsberg_18.jpg karlsberg_19.jpg karlsberg_20.jpg karlsberg_21.jpg