Burgruine Leonstein


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Standort:  N 46°38.335  E 14°07.745
9210 Pörtschach am Wörther See

Parkplatz: N 46°38.330  E 14°08.170
Parkplatz auf Höhe Leonsteinerstraße 25

Gehzeit: 15 Minuten
gekennzeichneter Wanderweg zur Ruine

Besichtigung: jeden Samstag von Mai bis September von 15:00 bis 19:00 Uhr, 16:30 Führung durch die Burgruine

Links: www.leonstein.poertschach.net / www.poertschach.net


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Ein Dietrich von Leonstein wird in einer Urkunde von 1166 als „Freier Mann“ bezeichnet. Es könnte sich bei ihm um den Erbauer des ersten Wehrbaues gehandelt haben. Andere Burgenkundler vermuten den aus einem salzburgisch-steirischen Geschlecht stammenden Leopold von Projern als Bauherrn.

Die Burg bildete gemeinsam mit der unweit gelegenen Seeburg eine Zwillingsanlage, konnte diese aber bald an Bedeutung weit überflügeln. Um 1250 wurde die Burg nach Westen hin ausgebaut. 1331 übergab Anna von Weißenegg, die Burg ihrer Tochter, die mit Werner von Erolzhheim verheiratet war. Um 1400 erfolgte nach einem Brand ein weiterer Ausbau der Burg. 1430 kauften die Brüder Thomas und Ludwig von Rottenstein die Anlage.

Als diese 1490 von Gebhard Peuscher erworben wurde, verlangte er, sich nach Leonstein nennen zu dürfen, was ihm auch gewährt wurde. Der 1498 erwähnte Georg Peuscher war Pfleger von Landskron. Leonhard Peuscher verkaufte 1559 ein Viertel der Herrschaft an Barbara Neumann zu Wasserleonburg. 1611 war die Burg im Besitz von Polyxena Paludnig und ihrer Schwester Anna Ehrnreich Ungnad. Beide waren wohl die letzten Vertreter der Familie Peuscher. Sie verkauften Leonstein an ihren Cousin Hektor von Ernau, der es aber während der Gegenreformation 1622 an Martin Strasser von Neidegg abgeben musste. Die neuen Eigentümer bevorzugten aber das neu errichtete Schloss von Pörtschach und ließen die oberhalb gelegene Burg verfallen.

1688 wurde sie bereits als Ruine bezeichnet. Damals gelangte die Burg an das Jesuitenkolleg in Klagenfurt. Als der Orden 1773 aufgehoben wurde, gelangte Leonstein unter staatliche Verwaltung. 1816 übernahm das wiederbesiedelte Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal die Herrschaft. Die Ruine gehört seit 1910 der Gemeinde Pörtschach und wird seit 1978 durch einen lokalen Burgverein bestens betreut.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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