Burgruine Malenthein (Preißenegg)


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Standort:  N 46°37.380  E 13°21.805
9620 Hermagor, Kühweg

Parkplatz: N 46°37.310  E 13°21.755
an der Straße parken (Kühweg 80)

Gehzeit: 15 Minuten
der Markierung bis zur Ruine folgen

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Im Urbar der Burg Greifenburg aus dem Jahre 1267 scheint erstmals der Name "Mallentin" auf. Ob damit eine Befestigung oder ein Flur bezeichnet wurde ist nicht zu belegen. Wahrscheinlich war es die Benennung des Hügels auf dem sich dann in der Folge die Burg Preißenegg (später Malenthein) erhob. Jedenfalls scheint die Burg im 13. Jahrhundert noch nicht bestanden zu haben.

1317 erlaubte Herzog Heinrich dem Krainer Vizedom Heinrich Graland ein dort bereits bestehendes unausgebautes oder verfallenes Bauwerk "Freudenstein" auszubauen. 1330 belehnte Herzog Heinrich Graland mit dem Amte Hermagor und der Feste Preißenegg samt Gericht. 1335 verpfändete seine Witwe Elisabeth die Herrschaft an Graf Albert III von Görz.

Die Grafen von Görz kauften dann die Herrschaft von den Graland und verpfändeten sie 1341 an Otto von Himmelberg. Auf Preißenegg saßen in Folge Görzer Ministerale, so 1373 Hans der Sebriacher und Ulrich von Obdach. Damals war es zu einem Neubau der Burg gekommen. 1375 war auf der Burg Oswald von Mörderndorf. 1457 verlieh Graf Johann von Görz Hans von Fresach und seinem Sohn Balthasar den Sitz Preißenegg auf Lebenszeit. In den unmittelbar darauffolgenden Krieg zwischen Kaiser Friedrich III und den Görzern wurde die Burg von Friedrich erobert. Hans von Fresach durfte die Feste auf Lebenszeit behalten, dürfte aber bald verstorben sein, da bereits 1462 Leonhard Tschugoy und 1483 Christoph Flaschberger als Pfleger saßen. 1506 verlieh Kaiser Maximilian I Johann Geumann die Feste. Dessen Schwester ehelichte Georg von Malenthein, woraufhin Johann Preißenegg samt der Vogtei seinem Schwager übergab.

Unter den Malenthein änderte sich der Name der Burg in den ihrer neuen Besitzer. Malenthein dürfte auch Baulich umgestaltet worden sein. Von nun ab blieb die Burg bei dieser Familie. 1635 urkundet noch Christof von Malenthein zu Preißenegg auf dem Schloss Malenthein, welches damals also noch bewohnt war. In der Folge kam Preißenegg an die Familie Fromiller. 1773 bat Maria Anna Fromiller um die Belehnung mit dem Gut Preißenegg. Hier ist nicht mehr vom Sitz Preißenegg die Rede, da die Burg um diese Zeit bereits verfallen und 1768 durch Blitzschlag abgebrannt war. Danach kam Preißenegg an die Porcia und 1786 als Lehen an Matthias Filzmeier. Weitere Besitzer des Gutes waren Jakob Ronacher, Peter Roßbacher und Dr. Josef Hussa bzw. dessen Erben.

Weitere Informationen:


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