Burgstall Metnitz (Trübenberg)


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Standort:  N 46°58.975  E 14°13.080
9363 Metnitz

Parkplatz: N 46°58.855  E 14°13.020
Parkplatz vor der Kirche

Gehzeit: 15 Minuten
von der Kirche hinauf zum Burgstall (Google Earth)

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Die Burg, dessen Erbauung nicht bekannt ist, wurde von den Gurker Bischöfen als Lehen vergeben. Erstmals wurde sie 1173 in einer Urkunde, als sich Bischof Heinrich III im "apud Motnitz in novo castro" aufhielt, erwähnt. Da hier von einer neuen Burg die Rede ist, steht offen, ob eine ältere Burg daneben existierte oder ob sie erst zu diesem Zeitpunkt erbaut wurde.

1181 wurde erstmals das noch heute bestehende Geschlecht der Herren von Metnitz genannt. 1285 gab Bischof Hernit von Gurk dem Chraft von Metnitz und dessen Bruder Heinrich die Burghut Metnitz als Dienstlehen. Es kam jedoch zu Zerwürfnissen zwischen den Lehensherren und den Belehnten. 1293 gaben die Metnitzer Chraft und Heinrich ihr Dienstlehen an den Gurker Bischof zurück.

Die Metnitzer mussten nach der Rückgabe der Herrschaft wieder mit ihr belehnt worden sein, denn die Brüder Friedrich und Heinrich von Metnitz hatten 1301 drei Bürger der Stadt Steyr gefangengenommen. 1302 wurden die Metnitzer auf Anforderung von Bischof Heinrich für diese Tat zu einer hohen Strafe verurteilt. Da die Metnitzer die Summe nicht zahlen konnten oder wollten, wurde durch Herzog Rudolf III von Österreich die Zerstörung der Burg Metnitz angeordnet. Die Burg wurde sturmreif geschossen, gestürmt und den Erdboden gleichgemacht.

In der Folge scheint es doch wieder zu einer Aussöhnung zwischen den Gurker Bischöfen und den Metnitzern gekommen zu sein, denn Heinz von Metnitz verzichtete für 40 Mark Silber auf die Rechte "an dem Stein und Burgberg zu Metnitz". 1317 verzichtete auch Hermann von Metnitz auf sie Rechte an dem "Steinhaus zu Metnitz und an dem Purchberg" für 55 Mark Silber. Demnach musste also nach der gänzlichen Zerstörung wieder ein Wehrbau errichtet worden sein. Dafür spricht auch, dass 1330 Wilhelm von Metnitz seinem Lehnherrn Bischof Gerold von Gurk fünf Hofstätten unter dem Haus zu Metnitz verkaufte. Auch in Urkunden 1341 und 1349 ist von einem "Thurn zu Metnitz" die Rede.

Die Metnitzer waren noch um 1448 in und um Metnitz begütert. Im 17. Jahrhundert war auch die neue Burg bereits verfallen, den Valvasor bezeichnete sie nur mehr als Ruine. Die Ruine und die danebenliegende Kalvarienbergkapelle sind heute Eigentum der Pfarre Metnitz.

Weitere Informationen:


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