Burgruine Painhof (Painburg)


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Standort:  N 46°59.155  E 14°46.900
9462 Bad St. Leonhard im Lavanttal, Lichtengraben

Parkplatz: N 46°59.160  E 14°46.875
kleiner Parkplatz gegenüber der Ruine ca. 150m nach Lichtengraben Nr. 1

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: auf eigene Gefahr möglich, Einsturzgefahr!

Links: www.bad-st-leonhard-i-lav.at / www.lovntol.at


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Der Painhof, der gewöhnlich auch als Painburg bezeichnet wird, wurde um 1420 von den Herren von Pain als Wasserburg errichtet. Die eigentliche Painburg war ein Vorgängerbau, von dem heute nur mehr kaum erkennbare Spuren vorhanden sind. Die Herren von Pain standen in Diensten der Bischöfe von Bamberg. Sie bewohnten den Painhof bis 1544.

Gegen Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts nahmen sie bedeutende Erweiterungen und Ausbauten der Wehranlagen vor. Diese Befestigungen erwiesen sich als äußerst wirksam, denn als Ende des 15. Jahrhunderts türkische Streifscharen die Dörfer des oberen Lavanttales verwüsteten, ließen sie den Painhof, in den sich Teile der Zivilbevölkerung geflüchtet hatten, ungeschoren.

Siegmund von Pain lies um 1544 unweit der Burg das geräumige Schloss Lichtengraben errichten. Die Painburg wurde aufgegeben und sein Mauerwerk als Baumaterial für den Ausbau des neuen Wohnsitzes benützt. Besitzmäßig blieb die Ruine bis heute mit dem Schloss Lichtengraben verbunden. Seyfried von Pain musste 1615 Konkurs anmelden. Obwohl es sich bei seinen Hauptgläubigern um seine beiden Schwestern und seine Mutter handelte, musste die Herrschaft an Melchior Putz von Kirchheimegg abgetreten werden. Mit Hans Christoph von Pain starb 1652 die Familie aus. Das Gut hatte nun etliche Eigentümer, die meist von einander die Herrschaft durch Erbschaft übernahmen. Schließlich gelangte Franz Josef Freiherr von Teuffenbach durch Kauf 1711 in den Besitz des Gutes.

Lichtengraben blieb bis 1839 bei der Familie Teuffenbach. Danach ging es an Eugen Ritter von Dickmann über. Nach 1870 fiel Lichtengraben an die Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft, die schließlich von der Alpinen Montangesellschaft abgelöst wurde. Von dieser erwarb 1886 der königliche Norwegische Konsul Dr. Karl Neufeld das Gut. Seit dieser Zeit ist das Gut im Familienbesitz. Namentlich der Familien Baumann, von Bitzy und schließlich der Familie Rittler, welche das Gut heute noch besitzt und es als land- und forstwirtschaftlichen Betrieb führt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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