Burgruine Petersberg


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Standort:  N 46°57.110  E 14°24.105
9360 Friesach, Petersbergweg 18

Parkplatz: N 46°57.125  E 14°23.990
Parkplatz unter den Ruinen am Petersbergweg

Gehzeit: 5 Minuten
vom Parkplatz hinauf zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich, das Museum ist von Mai bis September (Di – So von 10.00 bis 17.00) geöffnet

Links: www.friesach.at


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Erzbischof Gebhard von Salzburg ließ 1076 den Petersberg oberhalb von Friesach befestigen. Vermutlich handelte es sich dabei aber vorwiegend um einfache Holzbauten mit denen eine bereits vorhandene alte Wehranlage verstärkt wurde.

Erzbischof Konrad I Graf Abensberg begann 1124 die Befestigungsanlagen am Petersberg massiv auszubauen und sie in die Stadtumwallung einzubeziehen. Der Petersberg wurde zum südöstlichen Eckpfeiler im Herrschaftsbereich der Salzburger Erzbischöfe. Er war erzbischöfliche Nebenresidenz und diente bei kriegerischen Auseinandersetzungen gelegentlich als Fluchtort. 1263 musste Erzbischof Philipp von Spanheim vor dem böhmischen König Ottokar fliehen, dem die salzburgischen Besitzungen jenseits der Tauern kampflos zufielen.

Nach dem Ende der dreijährigen Herrschaft Ottokars beriefen die Salzburger Erzbischöfe ab 1267 Hauptleute die am Petersberg residierten. Es waren dies meist Angehörige bedeutender Adelsfamilien (Liechtensteiner, Kraiger, Silberberger, Weissenegger usw.). Erzbischof Leonhard von Keutschach ließ ab 1495 die Verteidigungsbauten am Petersberg modernisieren und gab ihnen und der Stadtbefestigungen ihr endgültiges Aussehen.

Auf dem Kupferstich Merians von 1649 waren die Bauten noch vollständig erhalten, aber bereits dach- und fensterlos. Nach dem Stadtbrand von 1673, der auch den Petersberg erfasste, blieben die funktionslos gewordenen Anlagen bis in das 20. Jahrhundert hinein Ruinen. 1797 richteten die Franzosen weitere Schäden an. Der Petersberg blieb bis zur Säkularisierung Salzburgs 1803 im Besitz der Bischöfe und kam dann an den österreichischen Staat. Ab 1893 bemüht sich der Stadtverschönerungsverein um eine Rettung der Anlage. 1987 wurde im Bergfried das Stadtmuseum untergebracht.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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