Befestigung Sachsenburg


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Standort:  N 46°49.690  E 13°20.900
9751 Sachsenburg

Parkplatz: N 46°49.710  E 13°20.940
Parkplätze vor der Stadtmauer

Gehzeit: 1,5 Stunden
Rundgang vom Parkplatz über die drei Ruinen (Google Earth)

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.sachsenburg.at


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Die Befestigungsanlage Sachsenburg war eine ehemals wichtige Talsperre der Salzburger. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden am Festungsberg zwei Burgen errichtet. In den Auseinandersetzungen mit den Kärntner Herzögen und den Grafen von Görz Tirol spielte Sachsenburg eine wichtige Rolle.

Sachsenburg gehörte ursprünglich den Lurner Grafen. Durch eine Schenkung des Bischofs Altmann von Trient gelangte es 1149 an das Erzbistum Salzburg. Ein "Hainricus tunc vicarius in Saxenburch" wird 1213 urkundlich genannt. 1252 wurde Sachsenburg von den Grafen Albert III von Tirol und Meinhard III von Görz erfolglos belagert. In diesem Jahr wird ein Pabo von Sachsenburg als Salzburger Ministerale genannt.

Mit den Grafen von Görz stand Salzburg nach den Frieden von Lieserhofen 1252 fast ununterbrochen in Fehde, wobei der Ort durch die Übergriffe Görzer Ministerale besonders schwer zu leiden hatte. 1336 schuldete Erzbischof Friedrich von Salzburg dem Burggrafen Fritz dem Vlech 51 Mark. In der Folge machten die Görzer hier ihren Einfluss immer mehr geltend. In ihre Stellung rückten nach dem Pusarnitzer Frieden 1460 die Habsburger. 1463 war Johann Schulthais Pfleger vom "niederen Turm". Sein Nachfolger Andree Schulthais wurde 1487 von Kaiser Friedrich III mit dem Turm belehnt. Am "obren gsloss" saß Siegmund von Lind, während Mittelsachsenburg 1493 von Georg Hauser verwaltet wurde. Auf letzteren folgte 1521 Sebastian Rosenheimer und 1539 Christoph von Khünburg.

1688 hatten die drei Burgen ihren militärischen Wert längst verloren und waren zu Ruinen verfallen, wie ein Stich von Valvasor zeigt. Mit der Säkularisierung des Fürsterzbistums Salzburg 1803 endete auch dessen Herrschaft über Sachsenburg, das nun von den Habsburgern übernommen wurde. Zur Zeit der Napoleonischen Kriege wurde Sachsenburg noch einmal ausgebaut. 1809 kam es hier zu heftigen Kämpfen, als Schützenmajor Johann Türk die französische Besatzung zu vertreiben versuchte. Nach vierjähriger Belagerung durch die Franzosen wurden die Festungsanlagen 1813 geschleift. Heute befinden sich die drei Ruinen im Besitz der Marktgemeinde.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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