Stadtbefestigung St. Andrä


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Standort:  N 46°45.885  E 14°49.345
9433 St. Andrä

Parkplatz: N 46°45.885  E 14°49.320
kleiner Parkplatz an der Kreuzung Packerstraße / Tränkweg

Gehzeit: 1 Minute
vom Parkplatz den Tränkweg hinunter zum Stadttor

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.st-andrae.gv.at / www.st-andrae.gv.at


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Die Geschichte von St. Andrä reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Im Jahre 860 schenkt Ludwig der Deutsche „curtis ad Labantam“ (Hof an der Lavant) dem Salzburger Erzbischof Adalwin. Lavant oder St. Andrä, beide Namen werden in den späteren Urkunden verwendet, wurde zum Sitz der Verwaltung der salzburgischen Güter im Lavanttal.

Im Jahre 1228 gründete Erzbischof Eberhard II das Suffraganbistum Lavant. In der Fehde zwischen Erzbischof Rudolf und Herzog Albrecht von Österreich wurde St. Andrä zweimal (1289 und 1298) geplündert und gebrandschatzt. Diesen Kämpfen fiel auch die Burg von St. Andrä, die Quellen sprechen von einem Turm, zum Opfer. Der Turm soll an der Stelle des heutigen Jesuitenkollegiums gestanden haben.

In einer Urkunde des Jahres 1234 scheint die Ortschaft St. Andrä erstmals als Markt auf. 1289 wird der Ort bereits als Stadt erwähnt. 1339 erteilt Herzog Albrecht II von Österreich dem Erzbischof die Erlaubnis St. Andrä zu befestigen. Die noch im Laufe des 14. Jahrhunderts vorgenommen starken Befestigungen der Stadt mit Mauern, Gräben und Türmen schützten die Bewohner in den Jahren der Türkennot. 1417 belagerten die Türken die befestigte Stadt, konnten sie aber nicht einnehmen. Kaum waren die Türken abgezogen kam es zwischen Kaiser Friedrich III einerseits, Matthias Corvinus und dem Salzburger Erzbischof andererseits zum Krieg.

So besetzten 1480 kaiserliche Truppen unter Leonhard von Kollnitz die Stadt, raubten und plünderten sie aus und gaben die Stadt erst 1494 wieder an den Erzbischof zurück. 1803, nach dem Friedensschluss von Pressburg, während der napoleonischen Kriege, verloren die Erzbischöfe von Salzburg ihre weltliche Macht als regierende Fürsten. Alle salzburgischen Besitzungen kamen zu Österreich. Die Stadt St. Andrä wurde von der K. und K. Staatsgüter Administration in Klagenfurt übernommen und führte nun den Namen Kammeralherrschaft St. Andrä. 1809 erreichten französische Soldaten die Stadt und plünderten sie aus.

Weitere Informationen:


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