Burgruine Stein


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Standort:  N 46°36.645  E 14°32.620
9122 St. Kanzian, Alt-Stein 3

Parkplatz: N 46°36.635  E 14°32.685
vor dem Friedhof parken (Unterer Kirchweg 7)

Gehzeit: 3 Minuten
den Kreuzweg hinauf zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.gym1.at


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In Stein existierte bereits im 10. Jahrhundert eine vorerst vermutlich hölzerne Burg, die 975 von der heiligen Hildegard ihrem Sohn Albuin, dem späteren Bischof von Brixen, geschenkt wurde. Dieser Wehrbau befand sich aber nicht auf dem heutigen Kirchenhügel, sondern auf dem etwas westwärts liegenden Steinerberg.

Um die Mitte des 12. Jahrhunderts gelangten die Grafen von Tirol als Vögte des Bistums Brixen in den Besitz der Burg. Nach ihrem Aussterben erbte sie 1253 Meinhard III von Görz. Wegen der Entlegenheit der Anlage erbauten die Görzer Grafen die günstiger gelegene und ebenfalls Stein genannte Burg auf dem heutigen Steiner Kirchberg. Im Jahr 1358 wurde Stein an die Grafen von Cilli verpfändet, die es bis zu ihrem Aussterben 1456 behielten.

Zwei Jahre später kam es zum Krieg um deren Erbe zwischen den Görzer Grafen und Kaiser Friedrich III, wobei sowohl Alt- als auch Neustein zerstört wurden. Der Kaiser belehnte noch im gleichen Jahr seinen Rat Hans Ungnad mit der Herrschaft. Beunruhigt durch die gewachsene Türkengefahr übergab Kaiser Maximilian I 1514 Stein an Hans von Presing mit der Auflage, es wieder wehrhaft aufzubauen. Danach kam die Burg an Erzherzog Karl, der sie 1585 an Johann Ambros Graf von Thurn verkaufte.

Bald danach ging sie in den Besitz der Herren von Windischgrätz über. David von Windischgrätz verkaufte sie 1622 an Melchior Putz von Kirchheimegg, der sie 1635 an Siguna-Elisabeth Freiin Khevenhüller von Aichelberg weitergab. 1643 kaufte Johann Andreas Freiherr von Rosenberg die Burg, in dessen Familie sie bis zu ihrer endgültigen Zerstörung im 18. Jahrhundert verblieb. Um 1780 hat man die Steine zum Bau des Mauthauses und zum Ausbau der ehemaligen Burgkapelle verwendet.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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