Stadtbefestigung St. Veit / Glan


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Standort:  N 46°46.020  E 14°21.310
9300 St. Veit an der Glan

Parkplatz: N 46°46.045  E 14°21.300
Parkplatz gegenüber der Stadtmauer in der Grabenstraße 32

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Die erste urkundliche Erwähnung von St. Veit als "ville Sancti Viti" stammt aus dem Jahr 1131. Das Bistum Bamberg kaufte 1147 den "Hof zu St. Veit" von Markgraf Engilbert.

In welchem Jahr St. Veit in den Besitz des Herzogs von Kärnten überging, ist unbekannt. Mit der Übertragung der Vogteirechte über die St. Veiter Kirche 1176 an Herzog Hermann von Kärnten erlosch jedoch der Bamberger Einfluss. St. Veit wurde rasch zum Zentrum des herzoglichen Besitzes in Kärnten. Herzog Bernhard von Spanheim ließ den Ort ummauern und baute die Burg in St. Veit aus, die urkundlich als Kastell bzw. als Palast bezeichnet wurde. Die Stadtbefestigung wurde erstmals 1228 urkundlich erwähnt.

1224 erhielt St. Veit das Stadtrecht mit eigenem Richter und zwölf Geschworenen. Nach dem Aussterben der Sponheimer wurde 1286 Meinhard II von Görz-Tirol Herzog. Bei den Aufständen von 1293 wurde die Stadt schwer beschädigt. 1335 fiel das Herzogtum Kärnten an die Habsburger, St. Veit verlor dadurch seine Bedeutung als Residenz. Zwischen 1473 und 1492 gab es fünf Einfälle der Türken und 1480 eine Belagerung durch die Ungarn. 1497 brannte die Stadt nieder. 1518 verlegten die Landstände die Hauptstadt nach Klagenfurt.

Die Stadtbefestigung von St. Veit geht in ihrer heutigen Substanz im Wesentlichen auf das 15. Jahrhundert zurück. Durch die fortschreitende Entwicklung der Waffentechnik wurde im 16. Jahrhundert eine umfangreiche Verstärkung der Befestigungsanlagen durchgeführt. So entstand auch der Zwinger, der durch Schalentürme verstärkt wurde. An der Nordwestecke ist die sogenannte Herzogsburg in die Befestigung einbezogen worden. Die vier turmbewehrten Stadttore wurden von 1851 bis 1890 abgetragen. Von der bis zu 1,7 Meter starken Stadtmauer ist heute noch mehr als ein Kilometer in einer durchschnittlichen Höhe von zehn Meter erhalten. Der davor gelegene Bereich des ehemaligen Wassergrabens wurde trockengelegt, ist aber weitgehend unverbaut geblieben. Die heutigen Tore in der Stadtmauer stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Weitere Informationen:


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