Schloss Tanzenberg


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Standort:  N 46°42.670  E 14°20.605
9063 St. Veit an der Glan, Tanzenberg 1

Parkplatz: N 46°42.635  E 14°20.580
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: Hof und Kirche sind zugänglich

Links: www.kath-kirche-kaernten.at


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Die Geschichte von Tanzenberg dürfte bis in das 10. Jahrhundert zurückgehen, doch gibt es dafür keine urkundliche Bestätigung. Ein Konrad von Tanzenberg wird erst 1247 erwähnt. Möglicherweise gab es hier aber bereits im frühen Mittelalter einen Turm, der zum königlichen Hof Karnburg gehörte. Er wird aber erst 1300 erwähnt. Damals befand er sich im Besitz der Herren von Mordax.

Mit Otto von Mordax starb die Familie um 1440 aus. Konrad Graf zu Schernberg, der mit dessen Tochter Dorothea verheiratet war, trat das Erbe an. Eine Zeitlang diente die Burg als Fronfeste für Staatsverbrecher. 1513 erwarb Kaiser Maximilian I die Herrschaft und verpfändete sie an Balthasar Thannhausen. 1515 übernahm Christoph Graf zu Schernberg den Wehrbau als landesfürstliches Lehen.

Aus Geldmangel gab er ihn aber noch im gleichen Jahr an seine Schwäger Siegmund und Wolf von Keutschach weiter. Siegmunds Sohn Leonhard II vollendete bis 1560 den schon von seinen Vorgängern begonnenen Ausbau zum Renaissanceschloss. Als Leonhard II von Keutschach 1579 starb, folgten schwere Erbstreitigkeiten, die sogar zu Mord und Totschlag führten. Die Keutschacher blieben bis 1650 im Besitz von Tanzenberg, doch häuften sie so hohe Schulden an, dass es schließlich zum Konkurs kam. Bei der anschließenden Versteigerung erwies sich Johann Jakob Graf von Attems als Meistbieter. Die Familie verkaufte Tanzenberg 1744 an Franz Xaver Edler von Schluga. Mit Gottlieb Freiherrn von Ankershofen folgte 1806 eine neue Familie als Schlossbesitzer.

Nach einigen bürgerlichen Eigentümern übernahm 1866 Karl Fürst Fugger von Babenhausen die Herrschaft. Auf dessen Schwiegersohn Christoph Graf von Wydenbruck folgte 1891 Georg von Guttmansthal. Sein Sohn Felix verkaufte das bereits ruinöse Tanzenberg 1898 an den Olivetanerorden, eine Kongregation der Benediktiner, die es in eine Abtei verwandelten. Unter Abt Bonifaz Ecker kam es zu einer gründlichen Renovierung. 1940 wurde das Schloss enteignet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. 1953 kaufte das Bistum Gurk das Schloss und errichtete darin ein Internat und ein Gymnasium. Letzteres wird seit 1980 als Bundesgymnasium geführt. Im Jahr 2008 wurde das Internat aufgrund stagnierender Schülerzahlen geschlossen.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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