Burgstall Tevinia


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Standort:  N 46°42.365  E 14°03.350
9560 Tiffen

Parkplatz: N 46°42.430  E 14°03.410
Parkplatz unter der Jakobuskirche

Gehzeit: 3 Minuten
Der Burgstall befindet sich hinter der Wehrkirche

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.dorfgemeinschaft.at


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Im Rahmen einer Ausgrabung 2002 oberhalb des Friedhofes der Jakobuskirche wurden spätantike und hochmittelalterliche Funde freigelegt. Bei diesen Funden handelt es sich nicht wie zuerst gedacht um eine spätantike Siedlung sondern um die Reste seit Jahrhunderten verschollenen Burg Tevinia am Purpel.

878 wird Tiffen erstmals erwähnt, seit 1163 nennt man dort eine Burg. Der bayrische Graf Ozzi von Tiffen ist der Gründer des Stifts Ossiach. Der Ort und die spätere Herrschaft Tiffen waren seit 1177 durch zwei Jahrhunderte im Besitz der Patriarchen von Aquileja und während des ganzen Mittelalters ein Objekt der Verpfändung und Tauschhändel, aber auch des Kampfes zwischen Kärntner Herzögen, den Bistümern Bamberg und Gurk und seinen Besitzern.

Im Zuge einiger Kampfhandlungen wurde die Burg im 13. Jahrhundert zerstört, jedoch kurz darauf wurde sie aber wiederhergestellt. Im 15. Jahrhundert, als ein neuer Fernhandelsweg von Murau nach Italien aufkam, musste in Tiffen für alle Waren der Straßenzoll entrichtet werden. Die Feldkirchner Bürger wurden ab 1453 von dieser „Maut“ befreit. Zu dieser Zeit saß in Tiffen ein kaiserlicher Landpfleger, der im 16. Jahrhundert zeitweilig die Gerichtsbarkeit ausübte. Eine Zeitlang gelangte die Herrschaft an die Khevenhüller und die Grafen Lodron von Himmelberg. Mit der Zeit wurde die Burg jedoch überflüssig und verlassen, danach verfiel sie sehr rasch.

Weitere Informationen:


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