Burgruine Twimberg


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Standort:  N 46°54.990  E 14°50.785
9441 Bad St. Leonhard im Lavanttal, Twimberg

Parkplatz: N 46°55.185  E 14°51.200
kleine Parkmöglichkeit an der B70

Gehzeit: 20 Minuten
Forststraße vom Parkplatz hinauf zur Ruine folgen

Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.lovntol.at


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Das Gebiet um Twimberg kam bereits 931 durch eine königliche Schenkung an das Bistum Salzburg. Eine erste Befestigung dürfte schon sehr früh angelegt worden sein. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aber erst aus dem Jahr 1245. Damals wird ein "Wolfker eciam Murro de Twingenberch" genannt.

Etliche Jahre später hatte Otto von Weißenegg das Salzburger Lehen inne. Sein Sohn Hartneid verkaufte die Burg um 1328 an den Bischof Dietrich von Lavant. Unter diesem erfolgt ein großzügiger Umbau mit Errichtung des Bergfrieds und Neuanlage des Berings. Die Burg wurde zu dieser Zeit durch Burggrafen verwaltet. Hartneid von Weissenegg erbaute die etwas höher gelegene Feste Pirkenstein, die als Vorburg für Twimberg diente.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich III und dem ungarischen König Matthias Corvinus, verbündete sich Bischof Johann I von Lavant mit den Ungarn. Wegen der aufkommenden Türkengefahr wurde die Burg stark ausgebaut. Aus dieser Zeit dürfte auch der oberhalb der Burg errichtete Bergfried stammen. Twimberg blieb bis 1490 im Besitz der Ungarn, die es als wichtigen Stützpunkt für ihre Raubzüge in der Umgebung benützten. Nach dem Tod von Matthias Corvinus und dem Abzug der Ungarn kaufte Bischof Baumgartner von Lavant die Burg von Friedrich III wieder zurück und setzte neuerlich Pfleger zur Verwaltung ein. Im 16. Jahrhundert war die Burg bereits stark verfallen, doch wurden sie um 1569 wieder instand gesetzt.

Gegen 1673 verließ der letzte Pfleger die Burg, worauf sich der bereits schleichende Verfall wesentlich beschleunigte und die einst wehrhafte Feste zur Ruine machte. Twimberg blieb bis zum 19. Jahrhundert beim Bistum Lavant. 1932 waren die hohen Mauern schon so verfallen, dass sie für die unterhalb der Ruine liegenden Häuser und die vorbeiführende Straße eine Gefahr bedeuteten. Man entschloss sich zu einer Sanierung, die den Weiterbestand der Ruine rettete. Die Ruine Twimberg befindet sich heute in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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