Burgstall Unterlind


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Standort:  N 46°45.975  E 13°21.635
9753 Kleblach-Lind, Lind im Drautal

Parkplatz: N 46°46.015  E 13°21.445
Parkmöglichkeit vor der Kirche

Gehzeit: 10 Minuten
der Straße bis zum Kalvarienberg folgen, dann den Kalvarienberg hinauf (Google Earth)

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.kleblach-lind.at


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In einer Brixener Schenkungsurkunde von 1065/77 findet sich die erste Erwähnung eines Grundstückes in Lind (curtiferum in loco Linta). Die Herren von Lind sind für die Jahre 1141 bis 1452 als Lehensnehmer als ortenburgische Vasallen nachgewiesen.

Die Burg Unterlind lag tief unter der Burg Oberlind, aber noch oberhalb der Siedlung auf einen Hügel, der durch eine Schlucht vom Berghang getrennt war. 1377 belehnte Graf Meinhard von Görz, Ulrich den Kammerberger mit der Behausung auf der Feste Oberlind. Daraus geht hervor, dass es neben der Burg Oberlind bereits eine Burg Unterlind gab, wie dies auch durch eine Inschrift auf dem Kapellenfresko mit der Jahreszahl 1347 bestätigt wird. 1429 war die Burg im Lehenbesitz eines Geschlechtes, das sich nach der Burg als "von Lind" bezeichnete.

So belehnte Graf Johann Meinhard von Görz in diesem Jahr Siegmund von Lind mit der Herrschaft. Im Pusarnitzer Frieden 1460 gelangten die Besitzungen der Görzer an die Habsburger. 1461 belehnte Kaiser Friedrich III Jörg von Lind mit der Herrschaft. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Amt und das Gericht von Lind meist mit der Feste Rottenstein verliehen. 1513 übernahm Blasius Hölzl das Schloss und Amt Rottenstein sowie das dazugehörige Amt Lind. Jakob von Lind (1613) saß nicht mehr auf Unterlind sondern auf dem nahen Schloss Raggnitz und auf Groppenstein im Mölltal. Um diese Zeit dürfte auch die Burg aufgegeben worden sein. Die Mitglieder der Familie Lind sind bis ins 18. Jahrhundert nachweisbar. 1955 wurde die 1347 erbaute Burg- bzw. Mariahilfkapelle renoviert wobei Fresken, das Lindner Wappen und das Erbauungsjahr freigelegt wurden. Die Ruine befindet sich heute in Privatbesitz.

Weitere Informationen: Wikipedia


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