Schloss Wasserleonburg


wasserleonburg_u_01.jpg

Standort:  N 46°35.540  E 13°37.745
9611 Nötsch im Gailtal, Saak 1

Parkplatz: N 46°35.615  E 13°37.690
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: nach Voranmeldung teilweise möglich

Links: www.wasserleonburg.at


wasserleonburg_u_00.jpg

Die Burg scheint mit Cholo von Lewenburch 1253 erstmals als bambergisches Lehen urkundlich auf. Nach dessen Ableben belehnte das Bistum den Burggrafen von Nürnberg, Friedrich III von Zollern, mit der Herrschaft. Dieser musste aber aus politischen Gründen auf sein Lehen verzichten und wurde 1296 mit anderen Gütern entschädigt. Die Burg gelangte an den Kärntner Herzog Meinhard II von Görz-Tirol.

Von dieser "Löwenburg" ist aber nichts erhalten, da sie 1348 durch ein schweres Erdbeben zerstört wurde. Die Feste war erst 1310 unter dem Vizedom in Kärnten, Heinrich Graland, erneuert worden. Seit 1335 war Wasserleonburg ein Lehen der Habsburger. Ende des 14. Jahrhunderts entstand einige hundert Meter westlich des Burgstalls ein Neubau.

Bis in das 16. Jahrhundert hinein hieß der Sitz Leonburg. Erst danach kam die heutige Bezeichnung auf. Von 1404 bis 1643 verfügte Wasserleonburg über ein eigenes Landgericht. 1408 verlieh Herzog Leopold IV von Österreich den Brüdern Wulfing und Konrad von Ungnad die Herrschaft. Sie war aber schon zuvor zur Hälfte in ihrem Besitz gewesen. Wilhelm Neumann kaufte 1522 von den Brüdern Ungnad die Burg und nannte sich bald danach. Nach dem Tod seiner Tochter Anna Neumann von Wasserleonburg 1623 kam die Burg an ihren Urgroßneffen Christian Proy von Burgwalden, der Wasserleonburg schon zu ihren Lebzeiten für sie verwaltet hatte. Von den Proy gelangte der Besitz 1664 durch Heirat an Johann Andrä Semler zu Scharfenstein. Unter seinem gleichnamigen Nachkommen wurde das Schloss 1747 barock umgestaltet.

1803 starben die Semler aus und die Herrschaft gelangte an Anton Graf Attems. Als diese 1858 öffentlich versteigert wurde, erwarb der Gewerke Romuald Holenia den Besitz. Über dessen Tochter gelangte Wasserleonburg an Oskar von Schneditz. Nach 1923 ließ Paul Graf Münster aus Hannover, der das Schloss kurz zuvor erworben hatte, eine umfangreiche Renovierung vornehmen und den Park anlegen. Der nächste Schlossherr war der deutsche Botschafter in Paris, Johannes Graf Welczek (1938 bis 1950). Marquis George de Cuevas besaß das Schloss bis 1957 und gab es dann an Enrico Mayer von Wittgenstein weiter. 1972 kaufte der Industrielle Heinz Friederichs aus Frankfurt/Main das Gut.

Weitere Informationen: Burgen Austria


wasserleonburg_01.jpg wasserleonburg_02.jpg wasserleonburg_03.jpg wasserleonburg_04.jpg wasserleonburg_05.jpg wasserleonburg_06.jpg wasserleonburg_07.jpg wasserleonburg_08.jpg wasserleonburg_09.jpg wasserleonburg_10.jpg wasserleonburg_11.jpg wasserleonburg_12.jpg wasserleonburg_13.jpg wasserleonburg_14.jpg