Schloss Eckartsau


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Standort:  N 48°08.420  E 16°47.640
2305 Eckartsau, Schloß 1

Parkplatz: N 48°08.580  E 16°47.755
Parkplätze in der Schloßgasse

Gehzeit: 2 Minuten
vom Parkplatz zum Schloss

Besichtigung: vom 1. April bis 31. Oktober täglich um 11, 14 und 16 Uhr im Rahmen einer Führung

Links: www.schlosseckartsau.at / www.eckartsau.gv.at


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Die ersten Nennungen über die Burg "Ekkeharteshove", nach der sich ein Heinrich nannte, fallen in die Zeit um 1180. Zehn Jahre später werden die Eckartsauer bereits als landesfürstliche Ministeriale bezeichnet.

Auch die um 1212 eingeheirateten Perchtoldsdorfer nannten sich nach der Burg. Mit Wilhelm von Eckartsau erlosch 1507 die Familie. Nun folgten die Volkenstorfer, die die Herrschaft 1572 an die Freiherren von Teufel verkauften. Otto Freiherr von Teufel veräußerte Eckartsau 1639 an Matthias Graf Khuen von Belasy. Danach erwarb die Familie Herberstein den Besitz. 1663 wurde die Burg der Bevölkerung als Zufluchtsort vor den Türken zugewiesen. 1720 hat Franz Ferdinand Graf Kinsky die Herrschaft aus der Verlassenschaft der Gräfin Katharina von Herberstein erworben.

Er beauftragte 1722 Christian Alexander Oedtl mit der Modernisierung. Zwischen 1730 und 1732 wurde der Westtrakt des Schlosses nach Plänen von Josef Emanuel Fischer von Erlach erneuert. Der Bruder und Erbe des Bauherrn, Josef Maximilian Graf Kinsky, verkaufte Eckartsau 1760 an Franz Stephan von Lothringen. Er ließ das Gebäude zwischen 1770 und 1774 gründlich renovieren. Nach dem Tod Maria Theresias blieb das Schloss beim kaiserlichen Familienfonds, stand aber jahrzehntelang leer und verfiel. Durch die häufigen Überschwemmungen mussten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Obergeschosse bzw. der ganze Ostflügel abgetragen werden. Erst unter Erzherzog Franz Ferdinand blühte das Schloss wieder auf. Er ließ es 1897 zu seinem Jagd- und Landsitz ausbauen, den Ostflügel erneuern und den großen Park neu anlegen.

Nachdem Kaiser Karl im November 1918 auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte verzichtet hatte, zog er sich nach Eckartsau zurück, wo er seine letzten Monate in Österreich verbrachte. Am 23. März 1919 verließ er das Schloss und Österreich für immer. Eckartsau gehörte zwar zu den privaten Besitzungen der kaiserlichen Familie, wurde aber dennoch enteignet. Es kam an den Kriegsgeschädigtenfonds und nach dem Zweiten Weltkrieg an die Österreichischen Bundesforste. Bis 1947 war es von russischen Soldaten bewohnt. Das Schloss dient heute als Forstverwaltung.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Ebidat


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