Burg Feistritz


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Standort:  N 47°35.855  E 16°03.340
2873 Feistritz am Wechsel, Nr. 1

Parkplatz: N 47°35.975  E 16°03.215
Parkplätze vor der Kirche

Gehzeit: 3 Minuten
der Straße gegenüber der Kirche zur Burg folgen

Besichtigung: auf Anfrage möglich

Links: www.burgfeistritz.com / www.tourismus-feistritz.at


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Die erste gesicherte Erwähnung von Feistritz stammt aus dem Jahr 1170, als ein "Gerhard von Glizenvelt" dem Kloster Admont ein Bauerngut zu "Vustritz" übergab. Er war ein Ministeriale der Formbacher. Die Burg dürfte um die Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet worden sein.

Über die ersten Besitzer der Herrschaft ist wenig bekannt. 1366 nennt sich Nyclo der Sachsenganger nach Feistritz. Zu Beginn des 15. Jahrhundert wird Hertnit von Pottendorf als Lehensinhaber erwähnt. Die Pottendorfer ließen die Burg durch Pfleger verwalten. Als 1488 der letzte männliche Vertreter dieser Familie starb, ging die Herrschaft durch Heirat an Christian IV von Zinzendorf über. 1537 besaß sie Christoph Rabenschüssel von Schönegg.

Er verkaufte sie bereits 1547 an Wilhelm von Rottal. Der letzte auf Feistritz sitzende Rottal war der minderjährige Hans Ehrenreich. Seine Mutter verkaufte das verschuldete Gut 1682 an Carl Freiherr von Pergen. Er ließ zwei Jahre später den noch weitgehend mittelalterlichen Bau umbauen und wohnlicher gestalten. 1766 kam Feistritz neuerlich als Heiratsgut an Johann Baptist Graf Mitrowsky. 1802 befand es sich im Besitz des Wenzel Josef Jähnl. 1815 erwarb der Großindustrielle Josef von Dietrich die Anlage. Er lies die Burg und den Park im Sinne der Frühromantik umgestalten. Als er 1858 starb, ging Feistritz an seinen Schwiegersohn, Fürst Ludwig Sulkowsky, über. Unter ihm wurde der Besitz herabgewirtschaftet.

Eine Wendung zum Guten erfolgte 1922 mit dem Erwerb der Anlage durch Maximilian Mautner. Sofort begann er den bereits ruinösen Bau durch den Architekten Marischka aufwändig wiederherstellen zu lassen. Mautner musste 1938 nach Amerika fliehen. Die Burg kam zuerst unter kommissarische Verwaltung und wurde dann an Ernst Mahla und Reinhard Thurnwald verkauft. Die Burg diente ab 1945 als russisches Offizierskasino und blieb bis 1955 unter Verwaltung der Besatzungsmacht. Wurde aber danach an die Vorbesitzer zurückgegeben. Als 1965 der österreichisch-amerikanische Industrielle Henry Reichhold die Burg übernahm, war eine Generalrestaurierung fällig. Auch heute noch gehört Feistritz der Familie Reichhold.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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