Kartause Gaming


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Standort:  N 47°55.385  E 15°04.895
3292 Gaming

Parkplatz: N 47°55.480  E 15°04.935
Parkplatz vor der Kartause

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: Anfang Mai bis Ende Oktober täglich um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr

Links: www.kartause-gaming.at / www.gaming.gv.at


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Gaming wurde als größte Kartause des Reiches 1330 von dem nach einem Attentat gelähmten Herzog Albrecht II gestiftet und mit reichem Grundbesitz ausgestattet. 1332 legte der Herzog, der an seiner Stiftung lebhaftesten Anteil nahm, persönlich den Grundstein zum Kloster.

Die Bauarbeiten schritten zügig voran. 1337 wurde das Kloster auf dem Generalkapitel der Kartäuser in den Ordensverband aufgenommen. 1340 wurde der Kapitelsaal geweiht. 1342 fand schließlich als Höhepunkt die feierliche Einweihung der Klosterkirche statt. Die Besitzungen des Klosters mit dem Schwerpunkt im Raum Gaming, dem Markt Scheibbs und dem Lunzer See reichten bis in die Steiermark, ins niederösterreichische Weinviertel und nach Wien und Baden.

Neben seinen religiösen Aufgaben hatte das Kloster auch eine Verteidigungsfunktion zu erfüllen. Aus diesem Grund war es mit einer Wehrmauer umgeben, die auf der Bergseite oberhalb des Schlosses noch teilweise erhalten ist. Wichtiger waren aber die Talsperren der Türkenzeit. So konnte mit einer Mauer, die nur zwei Öffnungen für den Fluss und die Straße hatte, das gesamte Tal abgeriegelt werden. Eine weitere Sperre war die Türken- oder Schwedenmauer zwischen Kienberg und Gaming. Sie war mit einem hölzernen Wehrgang versehen. Auch von ihr sind noch Reste vorhanden. Auf der anderen Seite von Gaming standen am Grubberg mehrere Blockhäuser, die den Pass kontrollierten. Mehrere Angriffe der Türken konnten abgewehrt.

Z um Schloss wurde die Kartause nach ihrer Aufhebung im Jahr 1782 durch Kaiser Josef II. Bis 1825 war Gaming eine unrentable Staatsherrschaft. Die verlassenen Gebäude der Kartause wurden ausgeplündert und verfielen. Graf Albert Festetics de Tolna kaufte schließlich den vernachlässigten Besitz. Er baute die ehemalige Rüstkammer des Klosters zum Schloss aus. Gaming diente ihm als Verwaltungszentrum für seine ausgedehnten Ländereien im Voralpengebiet. Sein Sohn Gabor ließ in der Kartause einiges erneuern. Nachdem Graf Gabor 1914 verstorben war, gelangte Gaming an das Stift Melk. Bis 1939 wurde die Kartause als Jugendgästehaus geführt.

Während des Zweiten Weltkrieges war sie Bergungsort für einen Teil der Kunstgegenstände des Wiener Kunsthistorischen Museums. Nach 1945 verwüsteten russische Besatzungssoldaten die Innenräume, die ihnen zehn Jahre lang als Kaserne dienten. 1968 begann man mit der Restaurierung. 1983 verkaufte das Stift Melk die Kartause an den Architekten Dipl. Ing. Walter Hildebrand, der das Bauwerk in den folgenden Jahren revitalisierte. Während die Gebäude der Kartause für Ausstellungen und kulturelle bzw. wissenschaftliche Veranstaltungen adaptiert wurden, richtete man das Schloss wieder für Wohnzwecke ein.

Weitere Informationen: Burgen-Austria


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