Schloss Laxenburg


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Standort:  N 48°03.875  E 16°21.500
2361 Laxenburg, Altes Schloß 1

Parkplatz: N 48°04.005  E 16°21.485
Parkplatz vor dem neuem Schloss

Gehzeit: 2 Minuten
durch den Schlosspark zum alten Schloss

Besichtigung: meist nur von außen möglich

Links: www.schloss-laxenburg.at


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Die Geschichte von Laxenburg reicht bis in die Zeit der Babenberger zurück. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1224. Im 13. und 14. Jahrhundert besaß das Stift Melk an den Gewässern von Lachsendorf ein Festes Haus und eine Mühle. Die Herren von Lachsendorf dürften Lehensleute der geistlichen Herren gewesen sein.

Nach ihrem Aussterben wurde 1333 Herzog Albrecht II von Habsburg mit der Herrschaft Lachsendorf belehnt. Sein Sohn Albrecht III ließ anstelle des alten Wehrturmes in der Au ein kleines Schloss errichten. Es diente dem Herzog als Stützpunkt sowie als Jagdschloss. Von dieser ältesten Burg steckt noch ein Kern in dem heute als "Altes Schloss" bezeichneten Bau.

Nachdem Albrecht III 1395 gestorben war, blieb es 19 Jahre lang im Besitz seiner Witwe, danach ging es an seinen Sohn Albrecht IV über. Unter Herzog Albrecht V kam es zum berüchtigten Bruderzwist im Hause Habsburg, wobei Laxenburg zum Streitobjekt und arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Um dringend benötigtes Kapital für die Türkenkriege zu erhalten, wurde das Schloss 1439 den Herzogen Friedrich und Sigmund von Tirol verpfändet. Albrecht V starb im gleichen Jahr. Da sein Sohn Ladislaus Posthumus noch minderjährig war übernahm Kaiser Friedrich III seine Vormundschaft. Friedrich III ließ die Burg ausbauen. Damals verschmolzen die Bauten um den Hof langsam zu einem Vierkanter. Während der Streitigkeiten um das Ladislaus-Erbe zwischen Friedrich III und seinem Bruder Albrecht VI erhielt Laxenburg eine kaiserliche Besatzung.

1462 wurde ein Überfall von Albrechts Söldnern erfolgreich abgewehrt. 1463 wurde Laxenburg kurzzeitig durch Johann von Rohrbach besetzt. 1485 fiel es dem ungarischen König Matthias Corvinus in die Hände. Die ungarische Besatzung ergab sich erst 1491 dem späteren Kaiser Maximilian I, der das Schloss nach den Besatzungsschäden wieder instand setzen ließ. Unter Ferdinand I, Kaisern Maximilian II und Rudolf II wurde Laxenburg von Pflegern verwaltet, die sich nicht immer um den Bau kümmerten. 1583 war laut Augenzeugenberichten kaum eine Kammer im Schloss benutzbar. Erst der Pfleger Hans Balthasar von Hoyos scheint eine gründliche Instandsetzung vorgenommen zu haben. 1633 löste Kaiser Ferdinand II die Pflegschaft ab und übergab Laxenburg seiner Gemahlin Eleonora. Von 1676 bis 1682 wurde das Gebäude im Barockstil erneuert und vergrößert.

1683 wurde das Schloss von den Türken verwüstet. Kaiser Leopold I ließ es erst 1693 wiederherstellen und um ein Geschoß erhöhen. Karl VI erweiterte das Schloss soweit es die beschränkten Platzverhältnisse zuließen. Nach dem Tod Karls VI im Jahr 1740 wurde das Schloss eine Zeitlang kaum benutzt. 1753 erfolgte die Abtragung der Türme, des freistehenden Badeturms und der Schlossmühle. Nach der Errichtung des Blauen Hofes verlor das Alte Schloss seine Bedeutung, wurde aber bis zum Ersten Weltkrieg immer wieder von den Habsburgern als Gästehaus benützt. In der Zwischenkriegszeit beherbergte es die Schule. Da die Schloss- und Parkbauten im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit sehr gelitten hatten, wurde 1962 die "Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft mbH." gegründet, die um 1987 eine komplette Sanierung und Restaurierung des Alten Schlosses vornahm. Heute ist das Schloss u. a. an das Österreichische Filmarchiv vermietet.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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