Schloss Neulengbach


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Standort:  N 48°11.895  E 15°54.610
3040 Neulengbach, Palffystiege

Parkplatz: N 48°11.880  E 15°54.485
Parkplatz im Ort (Hauptplatz) suchen

Gehzeit: 3 Minuten
vom Hauptplatz hinauf zum Schloss

Besichtigung: Mai bis Oktober ab 10.00 Uhr vor dem Burgtor, eine Voranmeldung ist erforderlich

Links: www.neulengbach.gv.at


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Die Herren von Lengenbach erbauten ihr erstes Festes Haus in Altlengbach, an der Stelle der heutigen Pfarrkirche. Erst um 1191 zogen sie in das leichter zu verteidigende Neulengbach. 1197 wird erstmals ein Otto von Lengenbach urkundlich erwähnt. Die Lengenbacher waren Domvögte von Regensburg, erloschen aber mit dem Tod Ottos V im Jahr 1236. Danach wurde die Burg landesfürstlich.

Die nächsten Burgherren waren Ministeriale, die sich ebenfalls "von Lengenbach" nannten. Sie veranlassten einen Ausbau der Burg. Nach einem Adelsaufstand 1309 ließ der Landesfürst die Burg von Pflegern verwalten oder auch verpfänden. 1573 gelang es Rudolf Khuen von Belasy die Herrschaft käuflich zu erwerben. Er ließ um 1577 die mittelalterlichen Bauten in ein Renaissanceschloss verwandeln.

Die Familie Khuen besaß Neulengbach bis 1646, danach ging es in das Eigentum der Grafen Pálffy von Erdödy über. Ab 1696 waren die Freiherren von Bartolotti-Partenfeld die neuen Schlossbesitzer. Darauf folgten von 1740 bis 1778 die Fürsten Lubomirski. Wetzlar Freiherr von Plankenstern, der die Herrschaft von 1778 bis 1797 besaß, vermietete das Schloss an das Regiment Kerpen, was sich nachteilig auf die Bausubstanz auswirkte. Erst mit dem Bankier Graf Moritz von Fries, dem Neulengbach in den nächsten 26 Jahren gehörte, brachen für das Schloss wieder freundlichere Zeiten an. Fast hundert Jahre lang waren dann die Fürsten von Liechtenstein Schlosseigentümer. Sie benützten Neulengbach als Jagdschloss.

Später befand sich eine Kuranstalt im Schloss. 1912 vernichtete ein Brand den Dachstuhl und beschädigte große Teile des Westtraktes. Im Ersten Weltkrieg waren in den noch benutzbaren Gebäuden gefangene russische Offiziere untergebracht. 1920 kam Neulengbach an die Gemeinde Wien, die die Dächer erneuerte und das Schloss als Lehrmädchen-Erholungsheim adaptierte. Im Zweiten Weltkrieg war hier eine Ausbildungsstätte der Wehrmacht und später ein Lazarett untergebracht. Kurz vor Kriegsende wurden die Gebäude schwer beschädigt. Von 1952 bis 1960 kümmerte sich der Schlossverein Neulengbach um das Schloss, danach ging es in Privatbesitz über. Seit 1962 ist die Grazer Familie Wakonig Eigentümer.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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