Stadtbefestigung St. Pölten


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Standort:  N 48°12.155  E 15°37.670
3100 St. Pölten

Parkplatz: N 48°12.150  E 15°37.675
an der Straße parken

Gehzeit: 15 Minuten
der Dr.-Karl-Renner-Promenade entlang

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.st-poelten.gv.at


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Mit dem Bau der Befestigungsanlage wurde Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen, wahrscheinlich ab 1253. Man nimmt dieses Datum an, da in diesem Jahr dem Fürstbischof des Bistums Passau, Berthold von Pietengau, in einem Schiedsspruch zugestanden wurde, seine Städte St. Pölten und Eferding zu befestigen.

1276 wurde die Bewilligung durch König Rudolf von Habsburg erneut bestätigt und eine Urkunde aus dem Jahr 1284 berichtet von der finanziellen Belastung des St. Pöltner Klosters, das den Mauerabschnitt vom Kremser zum Wiener Tor auszuführen hatte. Fertiggestellt wurde die St. Pöltner Stadtmauer, so nimmt man an, spätestens 1286. Auf dieses Jahr kommt man, da seit 1286 erstmals und seitdem öfters von Bauten berichtet wird, die sich "innerhalb der Stadtmauern" befunden haben sollen.

Die Befestigungsanlage bestand von Anfang an aus einer die Stadt begrenzenden ersten Wehrmauer (dem Bering). Dieser erste, relativ hohe Mauerring war Ende des 13. Jahrhunderts wahrscheinlich bereits fertiggestellt und mit kleinen Türmen versehen. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Anlage erweitert und hat bis dahin ihre endgültige Gestalt angenommen. An die innere, größere Mauer schloss sich ein 4 m breiter Freiraum, der Zwinger an. Auf der anderen Seite des Zwingers befand sich eine kleinere, erst 1548 errichtete zweite Wehrmauer. An diese anschließend, wurde die Anlage von einem zeitweise wasserführenden, etwa 16 m breiten Stadtgraben umgeben. Der Stadtgraben wurde noch einmal von einer Kontermauer umgeben.

Zur Befestigungsanlage gehörten etliche Türme, wie etwa der Dicke Turm, der Ledererturm oder der Teichturm. Es gab drei große Haupttore, durch die man in die Stadt aus- und eingehen konnte. Diese waren das Kremser Tor im Norden, das Wiener Tor im Osten und das Linzer Tor im Südwesten. Die Wiener Tor wurden bereits Ende des des 18. Jahrhunderts und die anderen beiden im 19. Jahrhundert abgerissen. 1848 wurde die Schleifung der gesamten Stadtmauer beschlossen, um das Wachstum der Stadt nicht weiter zu behindern. Erst der Beschluss, die bereits verfallene und inzwischen militärisch funktionslose Stadtmauer abzutragen, hatte zur Folge, dass sich St. Pölten räumlich ausdehnte.

Die heute noch sichtbaren Reste sind äußerst spärlich. In der Dr.-Karl-Renner-Promenade 23 hat sich ein Turm erhalten, in der Dr.-Karl-Renner-Promenade 29 ein Turm und Reste der Mauer. Exakt dort wo der Stadtgraben St. Pölten umgab, führen heute die seither angelegten Promenaden um die Stadt.

Weitere Informationen: Wikipedia


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