Stadtbefestigung Wiener Neustadt


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Standort:  N 47°48.990  E 16°14.460
2700 Wiener Neustadt

Parkplatz:


Gehzeit:


Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.wiener-neustadt.gv.at


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Im Jahre 1192 entschloss sich der Babenberger Herzog Leopold V, inmitten der Ebene des südöstlichen Steinfeldes eine stark befestigte Stadt zu gründen. Anfangs diente die Stadt, die damals nur "Neustadt" genannt wurde, vor allem als Grenzfestung gegen Ungarn. Noch in der Babenbergerzeit entstand auch die viertürmige Burganlage in der Südostecke der Stadt. Seine Blütezeit erlebte Neustadt im 15. Jahrhundert, als Kaiser Friedrich III viele Jahrzehnte hindurch die Stadt als Residenz nutzte. Nach fast zweijähriger Belagerung musste die gut befestigte Stadt 1487 ihre Tore dem ungarischen König Matthias Corvinus öffnen. Erst 1490 gelang es König Maximilian I seine Vaterstadt wieder zurückzuerobern.

Im 16. Jahrhundert verlor Wiener Neustadt, die nun nicht mehr Residenz war, sehr an Bedeutung. Ihre ursprüngliche Funktion, als Bollwerk gegen den Osten zu dienen, erfüllte die Stadt jedoch auch in der Neuzeit und hielt sich tapfer gegen Türken und Kuruzzen. Ab dem 17. Jahrhundert setzte sich langsam die Bezeichnung Wienerische Neustadt und schließlich Wiener Neustadt durch, vor allem um eine Unterscheidung zu den anderen gleichnamigen Orten im Kaiserreich zu bieten. 1768 erlitt Wiener Neustadt schwere Schäden aufgrund eines Erdbebens. Im Jahre 1783 wurde der Stadtgraben zugeschüttet und Teile der Befestigung abgetragen.

Ab 1851 wurden die Befestigungsanlagen nach und nach abgetragen. Zwischen 1862 und 1864 wurden schließlich auch die Stadttore abgebrochen. Heute sind von der ehemaligen Stadtbefestigung noch Teile der Stadtmauer, sowie der nordwestliche Eckturm (Reckturm) vorhanden.

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