Schloss Eibiswald


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Standort:  N 46°41.040  E 15°14.620
8552 Eibiswald, Nr. 107

Parkplatz: N 46°41.040  E 15°14.545
Parkplätze vor dem Schloss (Schlossweg)

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: der Arkadenhof ist während des Schulbetriebes zugänglich, auf Anfrage sind auch Führungen möglich

Links: www.eibiswald.gv.at


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Eibiswald dürfte ursprünglich als Eigenbesitz den Herren von Mureck gehört haben. Nach deren Aussterben wurde es landesfürstlich. Die vielleicht schon um 1170 erbaute Burg wurde 1255 mit dem dazugehörigen Landgericht an Herbort von Füllenstein verliehen. Damals wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde sie Ybanswalde genannt.

Herzog Albrecht I übergab die Herrschaft 1294 als Lehen an Hertnit von Wildon. Die Wildoner setzten als Verwalter Dienstleute ein, die sich immer wieder nach Eibiswald nannten. Die Herren von Wilthausen traten 1332 das Erbe von Hertnit IV von Wildon an, mussten Eibiswald aber 1345 an Haug von Tybein verpfänden. 1401 fiel die Burg an Rudolf von Wallsee.

In der Wallseer Fehde wurde Eibiswald von den Söldnern erstürmt. Beim darauf folgenden Friedensschluss bekamen die Wallseer ihre Burg wieder zurück. Wolfgang von Wallsee musste Eibiswald 1456 an Leutold von Stubenberg verpfänden, konnte es aber bald wieder einlösen. 1464 verkaufte er die Herrschaft an Kaiser Friedrich III. Sie wurde einige Jahre später an Wilhelm Graßl verpachtet. Als dieser im Kampf gegen die Türken fiel, übernahm Andree Spangsteiner 1475 die Pacht. 1479 besetzten die Ungarn die Veste. Kaiser Maximilian I versetzte die Herrschaft im Jahr 1500 an Siegmund von Eibiswald. 1572 brannte der alte Wehrbau ab.

Wilhelm von Eibiswald begann den großzügigen Ausbau zum Renaissanceschloss, starb aber bereits 1576. Die Herrschaft fiel an den Landesfürsten zurück. Wilhelms Brüder Christof und Georg durften sie nicht kaufen sondern nur pachten. Erzherzog Karl von Innerösterreich übergab Eibiswald 1579 seinem Günstling Hans Leyb. Er setzte den Ausbau des Schlosses fort. 1622 löste Julius Neidhart von Mörsperg die Herrschaft ab und konnte sie 1624 als freies Eigen erwerben. 1639 ging Eibiswald durch Kauf neuerlich an die Freiherren von Eibiswald. Mit dem Tod von Wolf Maximilian Freiherr von Eibiswald erlosch 1674 die steirische Linie der Eibiswalder.

Seine Tochter war mit Otto Wilhelm Graf Schrottenbach verheiratet, so dass das Schloss an seine Familie fiel. 1775 kam Ignaz Ernst Purgay als Verwalter nach Eibiswald. Er pachtete 1784 die Herrschaft und kaufte sie 1800. Fehlgeschlagene Spekulationen führten dazu, dass diese 1820 sequestriert und 1829 an Friedrich Georg Hansa verkauft wurde. Die Familie Hansa saß bis 1883 im Schloss. 1890 gelangte der Vinzenzverein in den Besitz des Schlosses. Er richtete darin ein Knabeninternat ein, das bis 1938 bestand. Seit 1953 ist das Gebäude im Besitz der Kammer der gewerblichen Wirtschaft der Steiermark und wird als Landesberufsschule genutzt. Das Schloss wurde zuletzt 1985 restauriert.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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