Schloss Gleinstätten


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Standort:  N 46°45.110  E 15°22.065
8443 Gleinstätten, Nr. 1

Parkplatz: N 46°45.135  E 15°22.040
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: meist nur von außen möglich, der Schlosshof ist aber zugänglich

Links: www.gleinstaetten.steiermark.at


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Möglicherweise gab es hier bereits aus der Karolingerzeit einen Wehrbau, der aber in den Ungarnstürmen des 10. Jahrhunderts abgekommen ist. Der ursprüngliche Wehrbau, damals Micheldorf genannt, dürfte im 12. Jahrhundert entstanden sein. Die damaligen Burgherren nannten sich nach dem Ort Micheldorf. Chunradus de Micheldorf wird 1245 erstmals genannt. Er war ein Lehensmann der Kranichberger, besaß die Burg aber als freies Eigen.

1285 wurden die Micheldorfer von den mit ihnen verwandten Gleinzer abgelöst, auf die der heutige Name zurückgeht. Sie standen im Dienste der Erzbischöfe von Salzburg bzw. der Bischöfe von Seckau. Balthasar von Gleinz erhielt 1523 von König Ferdinand I die Erlaubnis den Ort und sich „von Gleinczstetten“ zu nennen.

Reinprecht von Gleinz dürfte 1556 den bestehenden Bau in ein Renaissanceschloss verwandelt haben. 1572 erwarb die mit den Gleinzern verwandte Regina von Rindscheit die Herrschaft als Pfand. Dieses wurde zwar bald wieder eingelöst, Gleinstätten aber 1607 an Benigna von Globitzer verkauft. Ihr Sohn Wolfgang übergab zwei Jahre später die Herrschaft an Erzherzog Ferdinand und nahm sie als Lehen wieder zurück. 1620 kam Gleinstätten als landesfürstliches Lehen an die Freiherren von Zeller, die dem Schloss sein heutiges Aussehen gaben. Ein Brand führte 1666 zur Wiederherstellung und Erweiterung des Schlosses.

Andre Freiherr von Zehentner pachtete 1667 die Herrschaft und kaufte sie schließlich nach drei Jahren. Ludwig Graf Khuenburg erwarb 1728 das inzwischen stark verschuldete Gleinstätten. Ludwigs Erben besaßen Gleinstätten bis 1885, als es vom Reichsfreiherrn Wucherer von Huldenfeld übernommen wurde. 1939 übernahm die Firma Inzersdorfer das Schlossareal und betrieb bis 1971 in den Nebengebäuden die Hügelland Obstverwertung GmbH. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ der Eigentümer das Schloss verkommen. Erst 1975 wurde das bereits zur Halbruine gewordene Gebäude von der Marktgemeinde Gleinstätten übernommen und in den Jahren 1975 bis 1978 restauriert. Es dient heute als Volksschule, Kindergarten und Gemeindeamt. Im überdachten Schlosshof finden Konzerte und Theaterabende statt.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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