Stift Göss


goess_u_01.jpg

Standort:  N 47°21.780  E 15°05.735
8700 Leoben, Stift 5

Parkplatz: N 47°21.865  E 15°05.720
Parkplätze an der Straße

Gehzeit: 1 Minute


Besichtigung: teilweise zugänglich

Links:


goess_u_00.jpg

Das Kloster wurde 1004 durch Adula von Leoben, Gemahlin des bayerischen Pfalzgrafen Aribo I und ihren Sohn Aribo gegründet. Die Besiedlung erfolgte durch die Benediktinerinnen vom Nonnberg in Salzburg. Die erste Äbtissin war Kunigunde, die Schwester Erzbischof Aribos.

Göss war die einzige Reichsabtei (ab 1020 durch Kaiser Heinrich II) im späteren Habsburgerreich und hatte bedeutende echte Ritterlehen auszugeben. Es scheint, das die Herrschaften Pfannberg und Kaiserberg Lehen der Freien von Peggau-Pfannberg aus der Hand der Äbtissin waren. Vermutlich bildete sich schon im 11. Jahrhundert eine Klosterministerialität aus. Das reiche Klostergut war in Ämter gegliedert, von deren Aufbau das Haupturbar des Jahres 1459 kündet.

Stift Göss bildete über Jahrhunderte für den steirischen Adel ein Zentrum für die Erziehung und Versorgung seiner Töchter. Es wurden grundsätzlich nur Nonnen, die aus dem Adel stammten, aufgenommen. 1782 wurde das Kloster aufgehoben. Ab 1783 diente es kurzfristig als Sitz des neu gegründeten Bistums Leoben. 1827 wurde es von der Vordernberger Radmeisterkommunität ersteigert, die in erster Linie am Forstbesitz interessiert war. 1860 gelangte es an den Grazer Bierbrauer Max Kober. Seitdem befindet sich hier die Brauerei Göss, welcher auch sämtliche ehemalige Stiftsgebäude, abgesehen von der Kirche, dem Glocken- und Uhrturm und dem Pfarrhof, gehören.

Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts finden sich Nachrichten über die Errichtung von Wehrmauern und Schutzwällen. Äbtissin Ursula von Silberberg ließ zwischen 1474 und 1496 rund um den Klosterkomplex eine Wehrmauer anlegen. Diese Wehrmauer wurde von 1523 bis 1540 erhöht, innen eine Wehrgalerie herumgeführt und die "Vorschanz" erbaut. Die Stiftsansichten aus dem 17. Jahrhundert, wie auch die noch erhaltenen Baureste, geben uns ein Bild dieser Befestigungsanlagen.

Von der Bewehrung das ehemaligen Stiftes sind noch das Tor und der mit 1482 bezeichnete Torturm vorhanden. Auch Teile der Rundtürme und der Wehrmauern sind noch vorhanden.

Weitere Informationen: Austria Forum


goess_01.jpg goess_02.jpg goess_03.jpg goess_04.jpg goess_05.jpg goess_06.jpg goess_07.jpg goess_08.jpg goess_09.jpg goess_10.jpg goess_11.jpg goess_12.jpg goess_13.jpg goess_14.jpg goess_15.jpg goess_16.jpg goess_17.jpg goess_18.jpg goess_19.jpg goess_20.jpg goess_21.jpg goess_22.jpg goess_23.jpg goess_24.jpg goess_25.jpg goess_26.jpg goess_27.jpg goess_28.jpg