Burgruine Gösting


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Standort:  N 47°06.230  E 15°22.895
8051 Graz, Ruinenweg 50

Parkplatz: N 47°06.030  E 15°23.650
Im Bereich von Schloßplatz - Straßengelstraße einen Parkplatz suchen

Gehzeit: 30 Minuten
den beschilderten Ruinenweg folgen

Besichtigung: jederzeit möglich

Links: www.stadt-graz.at


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Bereits im Jahr 1042 schenkte der deutsche Kaiser Heinrich III zwei königliche Huben dem Markgrafen Gottfried. Damals wird zwar vom Ort Gostnic, nicht aber von einer Burg berichtet. Diese dürfte aber noch vor 1100 erbaut worden sein. Sie war wohl von Anfang an landesfürstlich.

Während des Investiturstreites übernahmen die Eppensteiner die Herrschaft. Herzog Heinrich III vermachte sie 1122 an Markgraf Otakar II. 1138 wird ein "Suitger von Gestenice" als Burggraf genannt. Danach vergaben die Landesfürsten Gösting als Lehen. Ab 1260 dürften die Heunburger das Lehen inne gehabt haben. Ende des 14. Jahrhunderts stellten die Herren von Windischgraetz die Burggrafen von Gösting. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts kam es zu einem größeren Ausbau.

Damals entstand offenbar die Obere Burg. Erst gegen 1461 erreichte die Burg ihre heutige Ausdehnung. Nach 1519 war es meist verpfändet, so um 1550 an die Grafen Breuner. Angesichts der Gefahr aus dem Osten verstärkte man die Verteidigungsbauten und richtete eine Kreidfeuerstation ein. Letzter Pfandinhaber war Maximilian Freiherr von Schrottenbach (1590 bis 1592). Kaiser Ferdinand II verkaufte er die Herrschaft 1622 an Hans Ulrich Freiherrn von Eggenberg. 1707 kaufte sie Ignaz Maria Graf Attems von Johann Seyfried Fürst Eggenberg. 1723 kam es durch Blitzschlag und Explosion der Pulvervorräte zu einem verheerenden Brand, dem fast die gesamte Anlage mit Ausnahme des Bergfrieds und der Kapelle zum Opfer fiel. Die Grafen Attems verzichteten auf einen Wiederaufbau. 1790 wohnten in der bereits sehr desolaten Anlage nur mehr der Schlosskaplan und ein Jäger. Nach 1790 beschleunigte sich der Verfall.

1881 erwarb Anton Rechberger die Ruine und begann sie im historisierenden Windsorstil auszubauen. Zwei Jahre danach machte jedoch Franz Graf Attems von seinem Rückkaufsrecht gebrauch und stellte die Arbeiten ein. Ab 1925 führte der Burgenverein Gösting in größerem Umfang Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten durch. 1945 richtete die Sprengung von Munitionsvorräten neuerliche Schäden an. Heute ist die Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts sanierte Ruine ein beliebter Ausflugsort. Die ehemalige Burg gehören nach wie vor der Familie Attems.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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