Stadtbefestigung Graz


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Standort:  N 47°04.560  E 15°26.455
8010 Graz

Parkplatz: N 47°04.590  E 15°26.480
in der Paulustorgasse parken

Gehzeit: 1 Minuten


Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.graz.at / www.graz.net


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Die älteste urkundliche Erwähnung von Graz im Jahr 1128. Zweieinhalb Jahrhunderte später, im Jahr 1379, wird Graz Hauptstadt von "Innerösterreich" und damit Residenz der Habsburger.

Um 1233 gibt es die ersten Aufzeichnungen, die von einer Ummauerung des Marktes sprechen. Die Grazer Ringmauer umschloss den Siedlungsbereich um den Markt und die unmittelbar daran anschließenden ältesten Vororte. Die unter der Herrschaft der Babenberger erfolgte Stadterweiterung vergrößerte das innerhalb der Stadtmauern gelegene Gebiet. In den Jahren 1336 bis 1339 wurde die östliche Stadtmauer nach Osten vorgeschoben und somit die Pfarrkirche St. Ägidius und die Burg in die Ummauerung einbezogen.

Nach einen 1543 verfassten Bericht der auf den schon sehr desolaten Zustand der großteils noch aus dem Mittelalter stammenden Stadtbefestigung hinwies bewilligte König Ferdinand I 1544 Gelder für den Ausbau der Grazer Stadt- und Schlossbergbefestigung. Ausschlaggebend für die letztliche Bewilligung der Baugelder dürfte aber die Warnung vor einem türkischen Vorstoß gegen die steirischen Grenzen gewesen sein. Graz galt während des 16. Jahrhunderts neben Wien als bedeutendstes Zentrum der Türkenabwehr, weshalb es nahe lag, die Stadt ebenfalls nach damals modernsten fortifikatorischen Gesichtspunkten zu befestigen.

Als Rückgrat des Grazer Festungssystems galt der Schloßberg der bereits seit 1543 durch Basteien verstärkt war. Die veralteten und desolaten Mauern des Stadtbereiches wurden ab 1545 ebenfalls erneuert und verstärkt und in Ergänzung der Bollwerke am Berg in das Gesamtkonzept einer umfassenden Verteidigungsanlage eingebunden. Es liegt auf der Hand, dass Umgürtung mit Basteien, Kurtinen, Toren und Ravelins nicht innerhalb einer kurzen Zeitspanne realisiert werden konnte. Schlussendlich sollte die steirische Hauptstadt erst im ausgehenden 17. Jahrhundert zu dem werden, was es nach damaligen Vorstellungen sein sollte, ein unüberwindliches Bollwerk der Christenheit gegen den Islam.

1797 rücken französische Heere über die Steiermark nach Wien vor. Sie besetzen Graz, Bruck/Mur, Leoben und andere Städte. Als Graz Napoleon den Treueeid verweigert, löst er den Landesrat auf. 1809 belagern die Franzosen die Festung auf dem Schloßberg. Erst durch den Friedensvertrag von Schönbrunn wurden die Stadtmauern und Befestigungsanlagen des Schlossberges, ohne je erstürmt worden zu sein, geschliffen. Von der Stadtbefestigung sind nur mehr das Burgtor, das äußere Paulustor sowie ein kleiner Teil der Stadtmauer erhalten geblieben.

Weitere Informationen: Wikipedia


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