Schloss Greißenegg


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Standort:  N 47°02.915  E 15°08.615
8570 Voitsberg, Greißeneggerstraße 5

Parkplatz: N 47°02.880  E 15°08.640
Parkplatz unter dem Schloss (Ludovikagasse)

Gehzeit: 2 Minuten
gepflegter Weg hinauf zum Schloss

Besichtigung: nur im Rahmen des Gastbetriebes möglich

Links: www.voitsberg.at


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Wahrscheinlich wurde hier bereits in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts mit der Errichtung einer Burg begonnen. Ob sich das 1265 erwähnte "castrum inferius Witsperch" auf das heutige Greißenegg oder auf eine inzwischen abgekommene Befestigung in der Stadt Voitsberg bezog, konnte nicht geklärt werden.

1396 ist vom „Niederhaus Voitsberg“ die Rede. 1443 wird der Bau "veste Voitsperch" und 1494 Schloss Voitsberg genannt. Der landesfürstliche Wehrbau wurde von Pflegern betreut. Hans Laun, der dieses Amt um 1420 inne hatte, ließ größere Ausbauten durchführen. Durch die Heirat seiner Nichte Margaretha gelangte die Burg 1459 an Andreas Greißenegger. Dieser wurde 1471 wegen der Verschwörung mit Andreas Baumkircher in Graz hingerichtet.

Der Name Greißenegg für die Burg setzte sich erst nach seinem Tod durch. Zuvor wurde es Hanstein genannt. Nach der Enthauptung Greißeneggers zog der Kaiser die Herrschaft ein und verlieh sie zuerst an Andreas Teufenbach und dann an Konrad von Hollenegg. 1485 besetzten ungarische Truppen des Königs Matthias Corvinus die Burg. Sie konnten erst fünf Jahre später vertrieben werden. 1578 hatte Georg Freiherr von Herberstein den bereits baufälligen Wehrbau nach einem Erbstreit mit seinem Vetter Dietrich Freiherr von Herberstein übernommen. 1624 erhielt Hans Siegmund Graf Wagensperg die Herrschaft als Pfandbesitz. Es gelang ihm neun Jahre später diese durch Kauf in sein Eigentum zu bringen. Die Wagensperg behielten Greißenegg bis in das 19. Jahrhundert hinein. Seit 1774 war es Bestandteil eines Familienfideikommisses. Lediglich von 1804 bis 1818 war Karl August Fürst Isenburg Herrschaftsinhaber.

1877 ersteigerte der Gewerke August Zang die Burg, nachdem im Jahr zuvor der Konkurs über das Wagensperg’sche Vermögen verhängt worden war. Zang ließ sie im historistischen Stil weitgehend erneuern, so dass sie heute einer großen Gründerzeitvilla wesentlich mehr ähnelt, als einem mittelalterlichen Wehrbau. 1903 kam das Schloss an den Grafen Ludwig von Ostrovski und 1916 an Dr. Walter Rittler. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lief das Gebäude Gefahr, zur Ruine zu werden. Erst als in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts die Familie Steirer das Schloss übernahm und es restaurieren ließ, war seine Existenz gesichert.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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