Burgruine Krems


krems_u_01.jpg

Standort:  N 47°01.845  E 15°10.920
8570 Voitsberg, Krems

Parkplatz: N 47°02.100  E 15°10.710
kleiner beschilderter Parkplatz am Anfang der Quellengasse

Gehzeit: 15 Minuten
beschilderte Straße zur Ruine

Besichtigung: nur im Rahmen von Veranstaltungen möglich, am 1. Mai und am 26. Oktober finden spezielle Führungen statt

Links:


krems_u_00.jpg

Krems ist eine der bedeutendsten Ruinenanlagen der Steiermark. An ihrer Stelle dürfte bereits um die Mitte des 12. Jahrhundert ein erster bescheidener Wehrbau im Auftrag der Salzburger Erzbischöfe errichtet worden sein.

Der Ausbau zur stattlichen Burg erfolgte aber vermutlich erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter Otto von Krems-Leonrode. 1278 wird sie als "castrum Chremse" bezeichnet. Der nördliche Teil des Burgareals war ein Lehen des Salzburger Erzbistums, während es sich beim südlichen Teil um ein freies Eigen handelte. 1160 scheint ein Wulfing von Krems urkundlich auf. Wulfings Sohn Otto starb 1234 ohne Nachkommen. Seine Witwe heiratete Hartnit von Rabenstein. Dieser ließ Krems von seinen Dienstmannen verwalten, die sich nach der Burg nannten.

Um 1300 kam Krems an die Wallseer, die Burggrafen einsetzten. Eberhard von Wallsee verkaufte die Burg 1363 an Leutold von Stadeck. Als dessen Familie ausstarb, gelangte die Burg 1400 durch Heirat an die Grafen von Montfort. Auch sie beauftragten Pfleger mit der Verwaltung von Krems. 1589 erwarb Sigmund Friedrich Freiherr von Herberstein Burg und Herrschaft. Sein Sohn Otto Heinrich wählte Krems als Wohnsitz. Er ließ es bis 1623 zum Schloss umbauen und aufwändig einrichten. Die Bauarbeiten stürzten Otto Heinrich in Schulden, dass er Krems 1629 an Max Leymann von Liebenau verkaufen musste. Da diesem und auch dem 1634 folgenden Käufer Salomon Freiherrn von Meillegg das Geld für die Bezahlung fehlte, ließ Karl Graf Saurau, der damalige Landeshauptmann von Steiermark, die Herrschaft pfänden. Er konnte sie anschließend wohlfeil erwerben.

Graf Saurau schloss Krems seiner Herrschaft Ligist an, hatte aber keine Freude mehr mit dem devastierten Gebäude. Es wurde nur mehr von einem Verwalter bewohnt. Als 1730 auch dieser nach Ligist zog, begann der Verfall. 1817 rutschte der Südteil der Burgmauern ab, wodurch das Schicksal des Schlosses endgültig besiegelt war. Mit der Säkularisierung des Erzbistums Salzburg fiel das Lehensrecht über den vorderen Teil der Anlage 1805 an den Landesfürsten. 1840 erwarb Erzherzog Johann einen Teil der Herrschaft und 1857 auch die Ruine. Über seinen Erben Franz Graf Meran gelangte Krems 1869 an die Vordernberg-Köflacher Montan Industrie Gesellschaft. Die Burgruine wurde um 1880 vom Zellulosefabrikanten Klusemann gekauft. Die Steiermärkisch-Salzburgische Holzwerke AG, die sie anschließend erwarb, war nicht an dem alten Gemäuer sondern an den Holzvorräten interessiert.

1936 begann ein lokaler Burgverein mit der Sicherung und Begehbarmachung der bereits weitgehend verfallenen Anlage. Die Ruine befindet sich seit 1988 erwarb der Verein "Licht im Leben" unter Obmann OSR Alois Volgger die Ruine. Seit 1993 bemüht sich ein Burgverein um die Bewahrung dieser bedeutenden Wehranlage.

Weitere Informationen: Burgen Austria


krems_01.jpg krems_02.jpg krems_03.jpg krems_04.jpg krems_05.jpg krems_06.jpg krems_07.jpg krems_08.jpg krems_09.jpg krems_10.jpg krems_11.jpg krems_12.jpg krems_13.jpg krems_14.jpg krems_15.jpg krems_16.jpg krems_17.jpg krems_18.jpg krems_19.jpg krems_20.jpg krems_21.jpg krems_22.jpg krems_23.jpg krems_24.jpg krems_25.jpg krems_26.jpg krems_27.jpg krems_28.jpg