Schloss Lankowitz


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Standort:  N 47°03.735  E 15°03.845
8591 Maria Lankowitz, Puchbacherstraße 71–72

Parkplatz: N 47°03.720  E 15°03.910
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: teilweise zugänglich

Links: www.maria-lankowitz.at / www.lipizzanerheimat.com


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Kaiser Otto III schenkte dem Markgrafen Adalbero von Eppenstein im Jahr 1000 Landbesitz im Gebiet um Lankowitz. Adalbero beauftragte vermutlich einen seiner Ministeriale mit dem Bau einer Wehranlage am Franziskanerkogel, der sogenannten Primaresburg. Von den Eppensteinern kam die Burg an die Wildoner, die Lankowitz von ihren Gefolgsleuten, den Herren von Graden, verwalten ließen.

Als Folge der Beteiligung der Wildoner an einer Fehde gegen Herzog Albrecht I verloren sie auch die Herrschaft Lankowitz, die nun landesfürstlich wurde. Möglicherweise wurde die Burg damals auch durch einen Brand zerstört. Die Gradner errichteten sich unterhalb des Franziskanerkogels einen bescheidenen Wohnsitz.

1415 erhielten die Brüder Alexander und Peter Gradner vom Landesfürsten Herzog Ernst die Erlaubnis, oberhalb des Dorfes Lankowitz einen Edelsitz zu errichten. Georg Gradner machte erst 1440 davon Gebrauch und erbaute sich ein wohnliches Schloss. Das dafür erforderliche Grundstück war ein Lehen der Grafen von Montfort. 1459 wird Lankowitz als "geslos" bezeichnet. Damals verkaufte Gradner die Herrschaft an Kaiser Friedrich III. Dieser löste Graf Hermann von Montfort die Lehenshoheit ab und belehnte 1460 den steirischen Adeligen und Pfleger von Obervoitsberg, Andreas von Greißenegg, mit Lankowitz. Dieser war 1469 in die Fehde des Andreas Baumkircher gegen den Kaiser verwickelt, wofür er hingerichtet wurde. Friedrich III zog seine Güter ein und verpfändete Lankowitz zuerst an Thoman Rottaler. 1479 verpfändete er es an Wolfgang Lembacher.

1491 pachtete Hans Geumann die Herrschaft. Er musste sie aber im Jahr 1500 im Auftrag von Kaiser Maximilian I an Jörg von Herberstein abgeben, der es als Pfandbesitz hielt. Friedrich Freiherr von Herberstein konnte 1590 die Herrschaft als freies Eigen übernehmen. Unter der Familie Herberstein wurde Lankowitz zu einem Wasserschloss aus- und umgebaut. Christof Moritz Freiherr von Herberstein übergab dem Augustinerchorherren-Stift Stainz die Herrschaft Lankowitz als Tausch gegen Vasoldsberg. Lankowitz wurde nun mit dem Gut Leonroth zusammengelegt und diente in der Folge dem Stift als Verwaltungssitz der vereinigten Herrschaften. Als Stainz den Klosteraufhebungen Kaiser Josefs II zum Opfer gefallen war, wurde Lankowitz 1782 zur Staatsherrschaft. 1848 wurde das Schloss in eine Straf- und Besserungsanstalt umgewandelt. Nach dessen Schließung wurde das mittlerweile in Privatbesitz übergegangene Gebäude 1993 revitalisiert. Das Innere wurde in Wohnungen und Büros aufgeteilt. In einigen Räumen wurde 1998 ein Heimatmuseum eingerichtet.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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