Stadtbefestigung Leoben


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Standort:  N 47°22.725  E 15°05.630
8700 Leoben

Parkplatz: N 47°22.700  E 15°05.630
Parkplätze in der Gösserstraße

Gehzeit: 10 Minuten
der Stadtmauer (Zellergasse) entlang bis zum "Schwammerlturm"

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Eine Siedlung unter dem Namen „Forum Liuben“ wurde erstmals im Jahr 1173 genannt, diese befand sich als unbefestigter Ort rund um die Jakobskirche am Fuß des Massenbergs.

Ab 1261 wurde unter König Ottokar II der Ort aus politischen und militärischen Gründen nordwärts an seine jetzige Stelle in der "Murschleife" verlegt, in der Nähe der Einmündung des Vordernbergerbaches, der „Leuben“, in die Mur. In diese Zeit fällt auch die Verleihung des Stadtrechts. Die Stadt wurde dadurch an drei Seiten durch die Mur geschützt. Zusätzlich erhielt sie eine Befestigungsmauer mit Wehrtürmen, die an den vier Ecken mit größeren Wehrbauten gesichert wurden. Deren Schutz wurde an die Adelsgeschlechter übergeben.

So wurde an der Südostecke, dem Sauraueck, die erste ältere landesfürstliche Burg errichtet und den Geschlecht der Saurau um 1400 als Erblehen übergeben. In der Südwestecke, dem Krottendorfereck, wurde der später so benannte Freimannsturm erbaut. 1293 wurde der Turm mit seinen Gebäuden den Krottendorfern als Erblehen übergeben. Weiter südlich wurde als zusätzlicher Schutz die Massenburg auf dem Massenberg errichtet. Gegen Norden zu befand sich die Nordwestecke der Stadt, das sogenannte Timmersdorfereck. Die dort errichtete Wehranlage wurde dem Adelsgeschlecht der Timmersdorfer übergeben. Am sogenannten „Grünberg“, dem späteren Stadtbühel, in der Nordostecke der Stadt, dem Dominikanereck, wurde das Dominikanerkloster von 1262 bis 1280 errichtet.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden die schadhaft gewordenen Befestigungsanlagen der Stadtmauer instand gesetzt bzw. verstärkt. Dies bewährte sich 1480, als die einfallenden Türken versuchten Leoben zu erstürmen, was jedoch scheiterte. Ein Angriff auf das Stift Göss durch die Türken scheiterte ebenfalls, vor allem durch die Hochwasser führende Mur, was in der damaligen Zeit als Wunder angesehen wurde. Das Stift wurde daraufhin mit der zum großen Teil heute noch bestehenden Wehranlage versehen. Ebenfalls 1480 wurde beim Türkensturm die "Waasenvorstadt" im Westen in Brand gesteckt, auch die dortige Kirche "Maria am Waasen" fiel dem Feuer zum Opfer.

In den Wirren von Reformation und Gegenreformation diente die Stadt (im Jahr 1525 wurde Leoben Hauptquartier der landesfürstlichen Truppen) als wichtiger Stützpunkt zur Niederschlagung des Knappenaufstandes im Ennstal und rund um Schladming. 1613 kamen die Jesuiten nach Leoben, Ferdinand II übergab ihnen die landesfürstliche Burg als Gymnasium. 1805 wurde die Stadt von den durchziehenden Franzosen besetzt. 1847 wurden die südlichen Stadtmauern abgetragen und der Stadtgraben wurde planiert.

Weitere Informationen: Wikipedia


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