Burgruine Pflindsberg


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Standort:  N 47°38.240  E 13°44.515
8992 Altaussee

Parkplatz: N 47°38.005  E 13°45.035
an der Lupitschstraße vor der Brücke parken (nahe Lichtersberg 18)

Gehzeit: 40 Minuten
beschrifteter Weg über den Wasserfall zur Ruine

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.altaussee.at


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Der Name „Phlinsperc“ wird erstmals in der Reimchronik Ottokars von Steiermark erwähnt. Später kommt er in den verschiedensten Varianten vor. Die Burg wurde 1250 bis 1255 im Auftrag des Salzburger Erzbischofs Philipp von Sponheim errichtet, der seit 1248 das Ennstal bis Rottenmann besetzt hielt.

1265 wurde die mittlerweile landesfürstlich gewordene Burg Vlinsperch erweitert. Zwischen 1460 und 1490 wurde das Gäugericht Aussee vom Landgericht Ennstal getrennt und später „Landgericht Aussee-Pflindsberg“ genannt. Die auf Pflindsberg sitzenden Burgpfleger waren zugleich Landrichter. Erzherzog Karl II von Steiermark ließ 1574 die bereits ziemlich verfallene Burg wieder instand setzen, um dem Bergmeister wieder eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten.

Die Pfleger die im 17. und 18. Jahrhundert lebten längst nicht mehr auf der Burg, sondern waren in das heutige Bad Aussee gezogen. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Pfandherrschaft Pflindsberg durch das Salinenärar verwaltet. Die Herrschaft ging schließlich im Hallamt Aussee auf, wohin auch das Gericht übersiedelte. Die Burg stand nun leer. 1780 war sie bereits gänzlich verfallen. Seit 1972 bemüht sich ein örtlicher Burgenverein um die Erhaltung der Ruine.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite


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