Schloss Piber


piber_u_01.jpg

Standort:  N 47°04.805  E 15°06.035
8580 Köflach, Piber 1

Parkplatz: N 47°04.690  E 15°06.095
großer Parkplatz unter dem Schloss

Gehzeit: 1 Minuten
vom Parkplatz hinauf zum Schloss

Besichtigung: teilweise möglich

Links: www.lipizzanerheimat.com / www.srs.at


piber_u_00.jpg

An der Stelle des Schlosses stand ursprünglich ein befestigter Hof, der etwa 1020 gemeinsam mit der romanischen Kirche erbaut worden war. Markgraf Adalbero von Eppenstein hatte im Jahr 1000 von Kaiser Otto III Ländereien um Piber geschenkt bekommen und sofort mit der Kolonisierung des Landes begonnen.

Anlässlich der Gründung des Stiftes St. Lambrecht im Jahr 1103 kam Piber als Dotation durch Herzog Heinrich III von Kärnten an das Kloster. Dieses ließ das Gut von Dienstleuten verwalten, die sich bald nach dem kleinen Wehrbau nannten. 1145 wird Otto von Piber erwähnt. 1219 wies der Erzbischof von Salzburg Piber dem Bistum Seckau zu. Damit begannen endlose Streitigkeiten zwischen dem Bistum Seckau und dem Stift Lambrecht.

In der Zeit zwischen dem späten 13. und dem gesamten 14. Jahrhundert nutzten verschiedene Adelige Piber als reiche Pfründe. Der Streit um die Pfarre und die Herrschaft Piber zwischen dem Stift St. Lambrecht und dem Bischof von Seckau zog sich bis 1414 hin. Danach wurde hier ein Probsteihof errichtet, in dem das Verwaltungszentrum für den gesamten Herrschaftsbereich des Stiftes St. Lambrecht in der Weststeiermark untergebracht wurde. Der Bischof von Seckau wollte jedoch nicht die für ihn negativen Entscheidungen des Herzogs Ernst und des Papstes akzeptieren. Er verzichtete erst 1492 endgültig auf Piber. Ein neuer Streit zwischen dem Stift und den Holleneggern konnte gar erst im 17. Jahrhundert beigelegt werden. Die Verwaltung der Herrschaft war schon lange an weltliche Adelige übergeben worden.

1596 entschloss sich das Stift, die Verwaltung dem Hans Stübich aufzukündigen und die Herrschaft selbst zu bewirtschaften. Das alte Schloss, das noch durch ein Wehreck und einen Festungsgürtel geschützt war, wurde 1696 komplett abgetragen und durch das heutige Schloss ersetzt. Das Schloss diente als Sommerrefugium der Äbte und ihrer Mönche. Als St. Lambrecht 1786 aufgehoben wurde, gelangte Piber in den Besitz des staatlichen Religionsfonds. Bereits 1798 wurde hier ein Gestüt zur Aufzucht von Militärpferden eingerichtet. Ab 1867 wurde das Schloss dem k. u. k. Landwirtschaftsministerium unterstellt. 1919 verlegte man die Lipizzanerzucht aus dem slowenischen Lipizza hierher. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gestüt nach Tschechien verlagert. Beim Kriegsende gelangte das Gestüt nach Oberösterreich. Schließlich kamen die Lipizzaner 1952 wieder nach Piber zurück. Seit damals ist im gepflegten Schloss die Gestütsverwaltung untergebracht.

Weitere Informationen: Burgen Austria


piber_01.jpg piber_02.jpg piber_03.jpg piber_04.jpg piber_05.jpg piber_06.jpg piber_07.jpg piber_08.jpg piber_09.jpg piber_10.jpg piber_11.jpg piber_12.jpg piber_13.jpg piber_14.jpg piber_15.jpg piber_16.jpg piber_17.jpg piber_18.jpg piber_19.jpg