Schloss Seggau


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Standort:  N 46°46.865  E 15°31.430
8430 Seggauberg, Nr. 1

Parkplatz: N 46°46.900  E 15°31.395
Parkplatz direkt vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten

Besichtigung: das Areal ist frei zugänglich, Führungen finden von Mai bis Oktober an Samstagen um 14.00 und an Sonn- und Feiertagen um 11.00 statt

Links: www.seggau.com


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Wahrscheinlich hatte schon Karl der Große das Gebiet um Leibnitz den Salzburger Bischöfen überlassen. Von hier aus wurde die südliche Steiermark missioniert und kolonisiert. Es war vermutlich Erzbischof Konrad I, der mit der Errichtung einer Burg begonnen hatte. Sie war 1144 zwar noch nicht fertig, aber immerhin schon bewohnbar. Sein Nachfolger Eberhard I vollendete den Bau.

Im Lauf der Zeit entwickelten sich drei Burgen nebeneinander, die Burg Leibnitz (im Besitz der Salzburger Erzbischöfe), die Burg der Bischöfe von Seckau und das etwas tiefer gelegene Schloss Polheim, ein Sitz Salzburger Ministerialen. 1479 besetzte der Hauptmann Mathias Hans Haubitz von Pischkow, der im Dienste von Matthias Corvinus stand, den Seggauberg.

Die Burg wurde schwer beschädigt. Erzbischof Leonhard von Keutschach ließ den Salzburger Bau ab 1494 wiederherstellen. Unter dem Salzburger Viztum Balthasar Gleintzer wurden die Arbeiten 1519 beendet. Durch die Errichtung von Artillerie-Basteien und die Anlage eines Zwingers wurden die Verteidigungsmöglichkeiten verbessert. 1595 schenkte der Salzburger Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau seine bereits renovierungsbedürftige Burg und die bereits heruntergekommene Herrschaft Leibnitz mit dem Schloss Polheim dem Bistum Seckau. Schon 1591 hatte er Bischof Martin Brenner zum Generalvikar für den steirischen Teil der Erzdiözese Salzburg ernannt. Die Burgen Seggau und Leibnitz, die bisher durch eine Mauer getrennt waren, wuchsen nunmehr baulich zu einer Einheit zusammen. Bischof Brenner errichtete 1615 eine neue Wehrmauer. Mehrfache Umbauten folgten. Seine heutige Form erhielt das Schloss hauptsächlich von 1663 bis 1664 unter Bischof Johann Markus von Aldringen.

Die großartigen Baupläne, die gegen Ende des 17. Jahrhunderts vorlagen, kamen nicht mehr zur Ausführung, doch kam es auch noch im 18. und 19. Jahrhundert immer wieder zu kleineren Umbauten. Schloss Seggau war bis 1786 Bischofssitz und bis ins 20. Jahrhundert Sommerresidenz der Bischöfe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Seggau als Wirtschaftsbetrieb unrentabel geworden. Die Wirtschaftsgebäude des Schlosses wurden daher zwischen 1956 und 1964 in ein modernes Bildungs- und Pensionistenhaus der Diözese Graz-Seckau umgebaut.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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