Schloss Spielfeld


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Standort:  N 46°42.645  E 15°37.540
8471 Spielfeld, Nr. 1

Parkplatz: N 46°42.575  E 15°37.540
vor dem Sportplatz parken

Gehzeit: 1 Minute
vom Sportplatz hinauf zum Schloss

Besichtigung: nur von außen möglich

Links: www.schloss-spielfeld.at / www.suedsteirischeweinstrasse.at


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Spielfeld gehörte im Hochmittelalter zum Besitz der Sponheimer. Diese schenkten es um 1100 dem Stift St. Paul im Lavanttal. 1215 wird in einer Urkunde ein Heinrich von Spielfeld als Dienstmann des Stiftes erwähnt. Damals stand unweit des heutigen Schlosses lediglich ein Turm. Er hatte die wichtige Straße nach Marburg sowie eine Überfuhr über die Mur zu sichern. Diese hatte bereits im 11. Jahrhundert bestanden.

Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts war Spielfeld vom Kloster an die Herren von Pettau verliehen. Nach dem Aussterben der Pettauer kam Spielfeld 1438 an die Grafen von Schaumburg. Ihre Verwalter nannten sich nach der Burg. Neben dem Turm lag der Hof Ulenburg. Dieser war im Besitz der Herren von Pettau. Er kam 1437 über Graf Hermann von Cilli an Erasmus von Hollenegg.

1526 wurde Friedrich von Hollenegg vom Landesfürsten mit Spielfeld belehnt. Ein anderer Friedrich von Hollenegg, der letzte seiner Familie, verkaufte die Burg 1580 an Hans Stübich. Dieser setzte die Bauarbeiten, die schon sein Vorgänger begonnen hatte, weiter fort. Sein Sohn Georg Gabriel vollendete den Neubau des Renaissanceschlosses bis 1620. Es wurde jedoch bereits 1631 durch einen Brand weitgehend vernichtet. Durch den Wiederaufbau wurden die Finanzen so strapaziert, dass Stübichs Stieftochter Siguna Elisabeth von Khevenhüller verschiedene Güter verkaufen musste. Nach ihrem Tod übernahm ihr Schwiegersohn Hörwart Kazianer die Herrschaft.

1683 wurde dieser die Überwachung der Mur in ihrem Bereich übertragen und das Schloss mit Munition wohl versorgt. Es diente auch als Kreidfeuerstation. Im Erbweg kam Spielfeld 1713 an Aloisia Gräfin Heister. 1725 waren wieder die Kazianer die Schlossherren. 1820 musste die neuerlich schwer verschuldete Herrschaft versteigert werden. Zu den nun häufig wechselnden Eigentümern zählten Karl Hektor Graf Lucchesi-Palli (1840) und Anton Graf Atems (1846). Karl Freiherren von Bruck erwarb 1872 das Schloss als Sommersitz. Durch Heirat seiner Tochter Margarethe ging Schloss Spielfeld 1889 an den russischen Diplomaten Victor von Baggovout über.

Ende des zweiten Weltkrieges erlitt das Gebäude schwere Schäden durch Zerstörungen, Plünderungen, Partisanen und die englische Besatzung. Schloss Spielfeld gehört heute zum größten Teil der Urenkelin des Freiherrn von Bruck, Natalie Baggovout. Daneben gibt es noch drei weitere Besitzer. Der Verein „Initiative Schloss Spielfeld“ bemüht sich seit 1987 um die Erhaltung und Revitalisierung des Schlosses.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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