Burgruine Taborloch


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Standort:  N 47°36.970  E 15°44.410
8684 Spital am Semmering

Parkplatz: N 47°37.085  E 15°44.655
an der Straße parken

Gehzeit: 15 Minuten
der Markierung zur großen Höhle folgen (Google Earth)

Besichtigung: frei zugänglich

Links:


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Einer Sage nach sollen im Taborloch (auch "Zederhaushöhle", "Obere Räuberhöhle" und "Große Räuberhöhle" genannt) die Räuber des Cerwaldes gelebt haben. Das einzige sichere Indiz dafür ist eine Urkunde aus dem Jahr 1220, in der diese Räuber genannt werden.

Die Höhle diente wahrscheinlich bereits seit dem 15. Jahrhundert der Bevölkerung des Fröschnitztals als Zuflucht. Der steirische Historiker Robert Baravalle nahm an, dass es sich bei der Räuberhöhle ursprünglich um die Höhlenburg eines niederen Ritters handelte, die später zu einer Fluchtburg, einem Tabor, ausgebaut wurde. Sicher wurde die Fluchthöhle spätestens während der ersten Türkenbelagerung Wiens im Jahr 1529 wieder genutzt.

Wahrscheinlich war sie während der zweiten Türkenbelagerung Wiens im Jahr 1683 letztmals in Verwendung. Im 17. und 18. Jahrhundert hielten sich (durch mehrere Quellen belegt) im Taborloch mehrfach Gruppen abgerüsteter Soldaten und so genannter "Zigeuner" auf, denen die Höhle als Unterschlupf diente und von wo aus sie das Umland unsicher machten.

Bereits 1828 beschrieb der Dorfrichter von Spital am Semmering, Johann Glück, die Höhle in der steiermarkweit gelesenen Zeitschrift "Der Aufmerksame", einer biedermeierlichen Bildungsbeilage zur "Grätzer Zeitung", in einem umfassenden Artikel mit dem Titel "Die Räuberhöhle, sonst Zederhaus, allgemein aber die Taborwand genannt". Das Taborloch ist eine von nur zwei mit Wehranlagen versehenen Höhlen der Steiermark.

Weitere Informationen: Wikipedia


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