Wehrhof Tollinghof


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Standort:  N 47°23.450  E 15°02.900
8792 St. Peter-Freienstein, Tollinggraben 2

Parkplatz: N 47°23.505  E 15°02.930
Parkmöglichkeit an der Straße nach dem Hof

Gehzeit: 1 Minute


Besichtigung: nur von außen möglich

Links:


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Aus einem Urbar der Babenberger aus der Zeit um 1220 geht hervor, dass damals im Tollinggraben bereits ein Hof existierte. Er war ein landesfürstliches Lehen, das zur Burg St. Peter-Freienstein gehörte und im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts mit dieser an Graf Ulrich von Pfannberg vergeben war.

Seine Vorfahren hatten das Kloster Admont mehrfach geschädigt. Als Wiedergutmachung schenkte er 1289 den „Hof zu Tolnich“ dem Stift. Einer anderen Urkunde nach, übergab er den Hof 1290 der Kirche St. Peter in Leoben. Möglicherweise handelt es sich aber auch um verschiedene Höfe im Tollinggraben. 1296 gelangte der Tollinghof durch Kauf an die Brüder Heinrich und Friedrich von Stubenberg.

Im 15. Jahrhundert gehörte er den Herren von Saurau. Paul Tollingmayer erwarb ihn 1471 von Wilhelm von Saurau. Er durfte sich ab 1496 von Tolling nennen. Eine der beiden Familien dürfte ihn burgartig ausgebaut haben. Der Hof war nach wie vor ein landesfürstliches Lehen. Balthasar von Tolling verkaufte ihn 1583 an Georg Wolleser. Durch Heirat der Barbara Wolleser ging der Besitz 1622 an die Familie Turnberger über. Nach ihrem Tod wurde der Hof in Parzellen aufgeteilt, die an Bauern vergeben wurden. Noch 1844 machte der kleine Wehrbau einen wesentlich stattlicheren Eindruck als heute. Er liegt auf einem privaten Grundstück und kann daher nicht besichtigt werden.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite


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