Schloss Trautenfels


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Standort:  N 47°31.125  E 14°04.885
8951 Pürgg-Trautenfels, Trautenfels 1

Parkplatz: N 47°31.095  E 14°04.785
Parkplatz vor dem Schloss

Gehzeit: 0 Minuten


Besichtigung: vom 31. März bis 31. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr

Links: www.museum-joanneum.at / www.puergg-trautenfels.at


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Das Gebiet um das heutige Trautenfels gehörte seit dem 9. Jahrhundert den Grafen im Ennstal, die damals auf der Burg Grauscharn in Pürgg saßen. Diese wurde jedoch bereits 1230 aufgegeben. Trautenfels wird unter dem Namen "castrum novum" 1261 erstmals erwähnt. Der Name wandelte sich später über Niwehus, Neuburg zu Neuhaus und blieb als solcher bis ins 17. Jahrhundert üblich.

Aus einem Urbar zwischen 1265 und 1267 geht hervor, dass Neuhaus damals bereits landesfürstlich war und unter der Obhut eines Pflegers stand. 1267 übernahm König Rudolf von Habsburg als neuer Landesherr die Burg. 1281 wurde Otto von Liechtenstein mit der Herrschaft belehnt. 1282 kam die Burg im Tauschweg gegen die Burgen von Strechau in den Besitz des Erzbischof von Salzburg.

Als 1289 Erzbischof Rudolf von Salzburg in einer Fehde mit Herzog Albrecht I das mittlere Ennstal und damit die Besitzungen des Stiftes Admont verheerte bemächtigte sich der Landeshauptmann, Abt Heinrich von Admont, der Burg und ließ weitgehend zerstören. Neuhaus wurde nicht mehr dem Salzburger Erzbischof zurückgegeben und blieb landesfürstlich. Die Burg wurde wieder aufgebaut, stand aber im Schatten der unweit gelegenen Burg Wolkenstein und hatte die gleichen Pfleger. Unter diesen ist um die Mitte des 15. Jahrhunderts Wolfgang Praun, dem es gelang Neuhaus als freies Eigen zu erhalten. In den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich III und Matthias Corvinus unterstützte Praun den ungarischen König, was ihm 1490 schließlich die Herrschaft Neuhaus kostete.

Sie wurde Friedrich Hofmann von Grünbühel als landesfürstliches Lehen übergeben, dessen Nachkommen sie bis 1594 besaßen. Sein Sohn Andreas ließ die alte Burg wesentlich ausbauen. Andreas Hofmann konnte die Burg als freies Eigen erwerben. 1556 wurde Hans Adam Praunfalk zum Pfleger von Neuhaus bestellt. 1594 erhielt sein Bruder Christoph als Ausgleich für nichtbezahlte Schulden der Hofmann die Burg übertragen. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde in ihr eine Kreidfeuerstation eingerichtet. Hans Adam II Praunfalk musste 1652 wegen seines lutherischen Glaubens Neuhaus an Alexander Schifer Freiherr von Feyling, verkaufen.

Nach seinem Tod verkaufte sein Bruder Georg Ehrenreich die Herrschaft 1664 an den steirischen Landeshauptmann Siegmund Friedrich II Graf Trauttmansdorff. Dieser ließ das Schloss in den nächsten Jahren im Barockstil völlig umbauen und neu ausstatten. Der Bauherr gab auch dem Schloss seinen heutigen Namen. Da Siegmund Friedrichs Sohn 1684 kinderlos starb, gelangte die Herrschaft an Siegmund Joachim aus der niederösterreichischen Linie der Familie.

1815 musste das bereits schwer verschuldete Trautenfels versteigert werden. Zum Zug kam Vinzenz Degen von Elsenau. Nach ihm wechselten die Besitzer recht häufig bis das bereits ziemlich vernachlässigte Schloss 1878 von Josef Friedrich Emil Graf Lamberg erworben wurde. Trautenfels wurde wieder instand gesetzt und modernisiert. Seine Witwe musste Trautenfels infolge wirtschaftlicher Probleme 1942 an die Deutsche Reichspost verkaufen. Als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichspost schenkte die Republik Österreich 1959 das Schloss dem Steirischen Jugendherbergswerk.

1983 kaufte die Gemeinde Pürgg-Trautenfels das Schloss und verpachtete es dem Verein Schloss Trautenfels, der sich seither um die Erhaltung des Gebäudes und des Museums bemüht.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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