Stadtbefestigung Voitsberg


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Standort:  N 47°03.120  E 15°08.990
8570 Voitsberg

Parkplatz: N 47°03.145  E 15°09.055
vor der Burg Obervoitsberg

Gehzeit: 45 Minuten
der Stadtbefestigung entlang

Besichtigung: frei zugänglich

Links: www.voitsberg.at


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Die Siedlung nächst der Margarethenkirche hieß "Zederniza". Im Diplom über die großzügige Dotierung des Stiftes St. Lambrecht aus dem Jahre 1103 scheint dieser Name auf und 1151 wurde eine Furt bei St. Margarethen "Zederniza" genannt. Der landesfürstliche Untervogt Gottfried von Dümstein begann mit dem Bau einer Burg und bereits 1183 wurde das "castrum Voitesperch" in einer Urkunde genannt.

In weiterer Folge wurde dann mit der planmäßigen Anlage einer neuen Marktsiedlung am Fuße des Burgberges begonnen. Im Jahre 1245 erfolgte dann die erste urkundliche Nennung von Voitsberg als "forum und civitas", also als Markt und Stadt. Bereits zu dieser Zeit dürfte die Stadt als äußeres Zeichen mit Mauern, Türmen und Stadttoren versehen worden sein.

Ein weiteres Zeichen einer Stadt war die Gerichtshoheit. 1307 wurden der Stadt Voitsberg durch einen von Herzog Friedrich dem Schönen unterzeichneten "Freiheitsbrief" die gleichen Rechte zuerkannt wie sie die Stadt Graz besaß. Im Jahre 1348 ließ Bürgermeister Obenaus vor der Pest die Stadttore schließen. Neben der Pest brachten große Hochwässer (zum Beispiel 1385) und die häufigen Brände (zum Beispiel 1338, 1363, 1401, 1435) viel Leid und wirtschaftliche Rückschläge über die Stadt und ihre Bevölkerung. Im August 1480 fielen die Türken, über die Pack kommend, im Bezirk ein und durchzogen mordend und plündernd das Land. Die befestigte Stadt Voitsberg konnten sie jedoch nicht einnehmen. Den Türken folgten die Ungarn.

Die Stadtbefestigung und die Burg Obervoitsberg bildeten ab dem 13. Jahrhundert eine wehrtechnische Einheit, die durch die Burg Greißenegg noch verstärkt wurde. Insgesamt besaß die Stadt vier Tore (das "Obere-" oder "Judenburger-Tor", das "Untere-" oder "Grazer-Tor", das "Spital-" oder "Tregist-Tor" und das "Kainach-" oder "Spieler-Tor") von denen heute keines mehr erhalten ist. Auch die Stadtmauern sind großteils abgetragen worden. Es bestehen nur noch Teile die von der Burgruine zur Stadt führten. Auch einer der Türme die die Stadtmauer verstärkten, der sogenannte Stadtturm, ist heute noch erhalten.

Weitere Informationen: 


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