Schloss Ambras


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Standort:  N 47°15.395  E 11°26.085
6020 Innsbruck, Schloßstraße 20

Parkplatz: N 47°15.330  E 11°25.930
Parkplätze auf der Zufahrt zum Schloss

Gehzeit: 1 Minute


Besichtigung: Täglich von 10 bis 17 Uhr

Links: www.innsbruck.info


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Erstmals schriftlich erwähnt wird Ambras 1078 mit "Otto de Umeraz". Es handelt sich dabei um Otto II, Graf von Andechs-Diessen.

Im 12. Jahrhundert wird eine Reihe von Ministerialen genannt, die hier lebten, wobei Ambras damals als Omeras, Homeras oder Umbras bezeichnet wurde. Als die Andechser, die hier einen Hauptsitz hatten, mit der Investitur des Bischofs von Regensburg nicht einverstanden waren, ließ der bayrische Herzog Heinrich der Stolze 1133 die damalige Burg zerstören. Wann sie wieder aufgebaut wurde, ist nicht bekannt. Von Ambras aus erfolgte 1180 die Gründung von Innsbruck, neben dem die Burganlage bald an Bedeutung verlor. Ambras blieb weiterhin im Besitz der Landesfürsten und wurde von Pflegern verwaltet.

Nach dem Aussterben der Andechser 1282 fiel Ambras an die Görzer Grafen und wurde großzügig ausgebaut. Die Arbeiten kamen dabei nahezu einem Neubau gleich. Die Burg blieb bis zum Ende der Monarchie im Eigentum des Landesherrn von Tirol. Nach dem Tod der Margarethe Maultasch kam Ambras mit Tirol an die Habsburger. Erzherzog Sigmund der Münzreiche, übertrug 1484 Ambras seiner zweiten Frau, Katharina von Sachsen, als Morgengabe. Er ließ den Bau repräsentativ ausgestalten und den zeitgenössischen Erfordernissen anpassen. Sein Nachfolger Kaiser Maximilian I verbesserte die Bausubstanz, musste Ambras aber aus finanziellen Gründen mehrfach verpfänden.

Kaiser Ferdinand I löste Ambras 1564 nach dem Tod des letzten Pfandinhabers Georg Schurff wieder ein. Er überschrieb das Schloss seinem Sohn Erzherzog Ferdinand II. Dieser schenkte es wiederum seiner Gattin Philippine Welser. Damals wurde das Unterschloss, der Spanische Saal und westlich vom Hochschloss das Vorschloss angelegt. 1607 erwarb Kaiser Rudolf II Ambras von Ferdinands Sohn Karl von Burgau. Da das Schloss kaum mehr bewohnt wurde, begann es zu verfallen. 1779 diente es als Kaserne und 1797 war es Hauptspital der Armee.

Erst im 19. Jahrhundert kamen wieder bessere Zeiten. Der kaiserliche Statthalter in Tirol, Erzherzog Karl Ludwig, benutzte es als Sommerresidenz und ließ durch die Architekten Ludwig und Heinrich Förster größere Umbauten im Stil des romantischen Historismus vornehmen. Karl Ludwig verzichtete 1861 auf die Statthalterschaft, wodurch dem Schloss neuerliche Vernachlässigung drohte. 1880 erfolgte die Umwidmung in ein Museum.

1913 wählte auch Karl Ludwigs Sohn, Erzherzog Franz Ferdinand, Ambras zu seiner Sommerresidenz. Er verfügte den Umbau des Schlosses. Wegen des Kriegsausbruches konnten die Arbeiten jedoch nicht beendet werden. 1922 begann man erneut mit dem Museumsbetrieb, der nur durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde. Schloss und Park gehören nach wie vor der Republik Österreich.

Weitere Informationen: Burgen Austria


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