Ruine Fernstein


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Standort:  N 47°20.755  E 10°49.050
6465 Nassereith, Fernstein

Parkplatz: N 47°20.630  E 10°49.105
Parkplatz an der Fernpassstraße

Gehzeit: 15 Minuten
vom Parkplatz hinunter Richtung Campingplatz, dann hinauf zur Ruine

Besichtigung: möglich

Links: www.schloss-fernsteinsee.at


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Graf Meinhard II von Görz-Tirol konnte 1266 die Herrschaft Imst-St. Petersberg erwerben. Zur Sicherung der Straße, die von Deutschland über den Fernpass nach Italien verlief, ließ er in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts einen Wehrbau anlegen. Bereits 1288 wird ein "Rudeger von Verrenstein" genannt, der vermutlich Pfleger dieses Wohnturmes war.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bestand hier bereits eine Straßensperre mit einem Tor. Damals wurde die Burg deutlich ausgebaut. 1446 erhielt Hans Kellner von Erzherzog Sigmund den Münzreichen die Veste Vernstein als Lehen übertragen, doch wurden bald wieder landesfürstliche Pfleger eingesetzt. Ab 1451 kam es unter Erzherzog Sigmund zu einem großzügigen Ausbau der Sperranlagen.

Es entstand das Untere Haus sowie eine Sperrmauer, die vom Turm bis zur Straße im Tal verlief. 1543 verlegte König Ferdinand, der spätere Kaiser Ferdinand I, die Straße vom Talgrund an den Berghang, was neue Sperranlagen erforderlich machte. Damals wurde auch jener Bau errichtet, aus dem das heutige Schloss hervorging. 1606 wurde der Kartograph Wahrmund Igel als Pfandherr von Fernstein eingesetzt. Die Familie Reinhart von Thurnfels, die die Zollstätte von 1718 bis etwa 1780 als Pfandbesitz innehatte, ließ die Tordurchfahrt des Klausengebäudes überbauen. Nachdem man die Zolleinhebung 1780 auf die Passhöhe verlegt hatte, wurden die Gebäude von Fernstein versteigert. 1791 kaufte Dr. Josef Anton von Ritter Fernstein.

Da 1856 die Straße neuerlich verlegt wurde, legte man auf die Erhaltung der Klause keinen Wert mehr. Die Burg war ohnehin schon seit dem 16. Jahrhundert zur Ruine geworden. Auf Baron Schimmelpfennig aus Berlin (1875) folgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts Baron Ziegler als Eigentümer. Er ließ sowohl das Zoll- als auch das Schreiberhaus im romantischen Stil umbauen. Nach Zieglers Tod erbten die Benediktiner-Missionare von St. Ottilien in Bayern die historischen Gebäude oberhalb der Fernpassstraße und renovierten diese um 1933. Die Anlage wurde aber bald von der Familie Köhle gepachtet und 1960 erworben. Sie richtete im ehemaligen Schreiberhaus und im Klausengebäude einen Gastbetrieb ein, der mittlerweile zum Schlosshotel Fernsteinsee ausgebaut wurde.

Weitere Informationen Burgen Austria


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