Burgruine Hörtenberg


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Standort:  N 47°17.670  E 11°04.760
6405 Pfaffenhofen

Parkplatz: N 47°17.785  E 11°04.995
kleine Parkmöglichkeit an der Kreuzung zur Hörtenbergstraße

Gehzeit: 20 Minuten
der Straße bis zur Ruine folgen

Besichtigung: meist nur von außen möglich

Links: www.pfaffenhofen.riskommunal.net


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Heinrich von Eschenloch wird in einem Vertrag aus dem Jahr 1239 als „comes de Hertenberch“ bezeichnet. Damit ist auch das Bestehen eines Adelssitzes erstmals dokumentiert. 1286 verkauften die Grafen Eschenloch Burg und Herrschaft an Graf Meinhard II von Görz-Tirol.

Hörtenberg wurde landesfürstlich und zum Landgericht. In der Folge wurde die Herrschaft meist als häufig wechselnder Pfandbesitz vergeben. Zwischen 1293 und 1327 kam es immer wieder zu Ausbauarbeiten an der Burg. Unter den Pfandherren sind vor allem die Herren von Matsch zu nennen, die von 1363 bis 1405 Hörtenberg in ihrem Besitz hatten. 1448 gehörte die Burg zur Morgengabe, die Herzog Sigmund seiner ersten Gattin, Eleonora von Schottland, schenkte.

Die Verwaltung der Herrschaft wurde nun meist angestellten Pflegern übertragen. 1577 löste Erzherzog Ferdinand II die inzwischen wieder mehrmals verpfändete Herrschaft ein und übergab sie seiner Gemahlin Philippine Welser. 1594 kam die Burg an Erzherzog Ferdinand's unehelichen Sohn Christoph, der sich nach Hörtenberg nannte. Als dieser 1613 starb, gelangte die Herrschaft an Erzherzog Maximilian III den Deutschmeister. 1633 übernahmen die Freiherren und späteren Grafen Fieger von Hirschberg die Pfandschaft. Sie behielten sie bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1805. Das Schicksal der Burg wurde aber bereits 1706 besiegelt, als ein Blitzschlag die in ihr gelagerten Pulvervorräte zur Explosion brachte. Außer dem Hauptturm blieb von der Anlage fast nichts übrig. Da die Pfleger der Herrschaft bereits im 17. Jahrhundert nach Telfs übersiedelt waren, überließ man die Ruine ihrem Schicksal.

Als Pfandinhaber folgten auf die Grafen Fieger die Grafen Spaur und dann die Freiherren von Goldegg. 1824 wurde Hörtenberg wieder vom Staat übernommen, aber bald der Familie Lener überlassen. Pater Alexander Lener ließ 1873 den Turm restaurieren und wieder begehbar machen. Bald danach kaufte der Orden der „Armen Schulschwestern“ den Turm und ein aus der einstigen Vorburg hervorgegangenes Haus. 1973 erwarb Dipl. Ing. Eugen Matt den Besitz. Derzeit gehört die Ruine der Gemeinde Pfaffenhofen. 2007 wurde das bereits stark verwachsene Gelände ausgeholzt und die Ruine wieder zugänglich gemacht.

Weitere Informationen: Burgen Austria / Burgenseite Südtirols


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